Beschreibung
Bis auf das filigrane silberne Blattwerk ist der Kelch vergoldet. Der mehrfach gewölbte Fuß hat einen Standring, der mit Blattwerk verziert ist, wobei lediglich die Umrisslinien ziseliert sind. Der gewölbte Teil ist mit aufgeschraubtem silbernem filigranen Rankenwerk überzogen. Zwischen den Ranken sind Steinfassungen in unterschiedlichsten Formen aufgebracht. Drei Medaillons werden von einem Kreis kleiner unterschiedlich geformter und geschliffener Steine in verschiedenen Türkistönen umgeben. Die Medaillons zeigen die ziselierte Darstellung von Kreuztragung, Kreuzigung und Auferstehung Christi. Der Schaft wird unterbrochen von einer gewölbten Scheibe, die mit ziselierten Leidenswerkzeugen zwischen Früchten und floralen Formen verziert ist. Auch der Nodus ist mit Ranken und Edelsteinen verziert, genauso wie die Cuppa des Kelches. Auf der Cuppa sind - wie auf dem Fuß - zwischen den Ranken drei ovale Felder für Medaillons ausgespart, die von türkisfarbenen Steinen umgeben sind. Von den drei Medaillons sind noch zwei erhalten, diese zeigen die Geiselung Christi und Christus am Ölberg. Das Rankenmuster endet einige Zentimeter vor dem Lippenrand, so dass die praktische Nutzung des Kelches nicht eingeschränkt ist. Die Marken sind am Standring angebracht: die Pyr für Augsburg und I und E in einem Herz als Meisterzeichen. Der Tremolierstich ist an der Standringunterseite zu erkennen. Das Futteral des Kelches ist erhalten: s. DMS: KG 1279_2. Grundlegende Informationen im Hauptdokument KG1279.