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Objekt / Inventarnr.: KG709

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Mitra (Liturgische Textilien)

Inventarnummer: KG709
Datierung: um 1325
Ort: Venedig
Material/Technik: Grund Leinen, ungefärbt, Leinwandbindung, Stickerei Seide, mehrere Farben, Spaltstich, Metallfaden Lahn, goldfarben, Seele Seide, Anlegetechnik, Metallborte, goldfarben, Futter Leinen, beige, Reste des ursprünglichen braunen Seidenfutters, Zwickel Kettsamt, Seide, Versteifung Pergament, Papier
Maße: H. 79 cm; Kopfumfang 64 cm
Sammlung: Textilien und Schmuck
Beschriftung:
Seit dem 11. Jh. ist die Mitra liturgische Kopfbedeckung der Bischöfe. Nach Kegelund Rundformen setzte sich die steife zweiteilige Schildform durch. Die Goldund Seidenstickereien zeigen vorne die Verkündigung an Maria, hinten Laurentius und Antonius. Christus, Maria, Johannes der Täufer, Evangelisten und andere Heilige schmücken Besätze und Behänge. Byzantinischer Einfluss prägte die venezianische Arbeit.
Literatur:
Schnütgen, Alexander: Spätromanische gestickte Mitra. In: Zeitschrift für christliche Kunst 3, 1890, Nr. 4, Sp. 129--132. — Stegmann, Hans: Katalog der Gewebesammlung des Germanischen Nationalmuseums. 2. Teil: Stickereien, Spitzen und Posamentierarbeiten. Nürnberg 1901, S. 7--8, Taf. I. — Braun, Joseph: Die liturgische Gewandung im Occident und Orient nach Ursprung und Entwicklung, Verwendung und Symbolik. Freiburg i.Br. 1907, S. 471--472. — Wilckens, Leonie von: Bild der Verkündigung. Eine gestickte Mitra um 1325 aus Venedig. In: Kunst und Antiquitäten 1/1976, S. 12--14. — Wilckens, Leonie von: Die textilen Künste. Von der Spätantike bis um 1500. München 1991, S. 209--210, Abb. 240. — Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 2). Nürnberg 2007, S. 14, 309, 310, 311, 313, 374, 427, Kat. 412, Abb. 278, 279, 340, 436.
 
 
3.3.130726