Beschreibung
Ein hufeisenförmiges, flaches, kannelliertes Band mit kreisförmigen Ansätzen an der oberen Öffnung; in diese Ansätze angenietet ist ein durchbohrter, auf eine Goldschiene aufgezogener Skarabäus aus Karneol; der Skarabäus ist drehbar und auf seiner Unterseite ist ein nach rechts ausgerichteter Greif eingeschnitten.
Ähnliche Ringe mit drehbaren Siegeleinsätzen sind bereits aus der Kultur der Sumerern ca. 3300 v. Chr. als Rollsiegel bekannt. Ägyptische Siegelringe mit drehbaren, flacheren Einsätzen, die auf beiden Seiten mit Motiven verziert waren, dienten den Etruskern besonders in den frühesten Epochen als Vorbild, als sich Schmuckformen noch eng an ägyptisch-phönizische Vorbilder anlehnten. Oftmals wurde in diesem Kontext auch der Skarabäus als Ringstein übernommen.