Beschreibung
Die Arbeit besteht aus sechs löffelartigen Objekten (Bronzeguss, vergoldet), wobei die Laffe jeweils aus einem individuellen Abdruck einer weiblichen Lippe geformt ist. Die Formvorlage lieferten die Lippen von sechs Frauen mit unterschiedlichen kulturellen und nationalen Hintergründen. Der Titel der Arbeit bezieht sich auf die osmanische Tradition, Speisen nach einem weiblichen Körperteil zu benennen. Sowohl mit der Bezeichnung "Die Lippen der schönen Damen" als auch mit der vergoldeten, als wertvollen Mundform, die den Akt des Essens selbst zu einem erotisch-sinnlichen Erlebnis machen, kritisiert die Künstlerin die starren moralischen Maßstäbe in der gegenwärtigen Türkei.
In einer Performance im Germanischen Nationalmmuseum Nürnberg (am 19.11.2021) bot Baydu den Besuchenden Gebäck zum Verzehr an, das mit den Löffeln geformt war.