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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Stanislaus I. Leszczyński, König von Polen – Anna Iwanowna, russische ZarinSpielsteinSZ820,8Volkskunde-Spielzeug-Judaica1um 1735<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Nürnberg</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<XmlDescription><BuildingId>16</BuildingId><BuildingDescription>16 Galeriebau</BuildingDescription><FloorId>01</FloorId><FloorDescription>1.UG</FloorDescription><RoomId>07</RoomId><RoomDescription>Depot</RoomDescription><AltNames><AlternativeName>Spielzeug</AlternativeName></AltNames></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">Dm. 39 mm, H. 10 mm</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Ahorn, gedrechselt, geprägt</lido:displayMaterialsTech><lido:materialsTech><lido:sourceMaterialsTech xml:lang="de">Ilona Stein, Dipl.-Rest. IKK-Dokumentation</lido:sourceMaterialsTech></lido:materialsTech></lido:eventMaterialsTech></results>SZ820,0Breiter gestufter Rahmen. Exzentrisch geprägt. Vs. Büste des polnischen Königs Stanislaus I. Leszczyński in verziertem Harnisch und in einem mit einer Agraffe geschlossenen, mit Hermelin gefütterten Mantel. Sein lang gezogener Schnurrbart ist an den Enden hochgezogen, und auf sein gelocktes Haar hat er einen Lorbeerkranz gesetzt. Umschrift: STANISLAVS. D. G. REX. POL. M. D. L. D. B. M. M. (Stanislaus von Gottes Gnaden König von Polen Großfürst von Litauen, Herzog von Lothringen und Bar). Rs. Büste der russischen Zarin Anna Iwanowna. Sie hat ihr gewelltes Haar am Hinterkopf aufgesteckt, aus dem eine lange Locke auf die Schulter herabfällt. Auf dem Kopf trägt sie eine kleine Krone. Umschrift: ANNA. IVANOWNA. D. G. RVSS. IMPERAT: (Anna Iwanowna von Gottes Gnaden Zarin von Russland). Stanislaus Leszczyński, 1677 in Lemberg geboren, stand zunächst als Diplomat in Diensten der polnischen Könige Johannes III. und August II. Im 1700 begonnenen Großen Nordischen Krieg brachte der schwedische König Karl XII. (1682—1718) König August II. mehrere schwere Niederlagen bei, wodurch Augusts militärische und wirtschaftliche Position aussichtslos wurde. Daraufhin drängte die Konföderation von Warschau auf eine Beendigung des Krieges und beauftragte 1704 Stanislaus Leszczyński, Friedensverhandlungen mit Karl XII. zu führen. Gleichzeitig wählte sie, unterstützt von Karl XII., Stanislaus Leszczyński zum polnischen König, der 1705 in Warschau gekrönt wurde. 1706 beendete der Altranstädter Frieden den Großen Nordischen Krieg, in dem August II. gezwungen wurde, auf die polnisch-litauische Krone zu verzichten. Als die Russen in der Schlacht von Poltawa Karl XII. besiegen konnten, verlor Stanislaus seinen wichtigsten Rückhalt, woraufhin große Teile des polnischen Adels 1709 August II. erneut zum legitimen polnischen König erklärten. Stanislaus musste zunächst nach Schweden ins Exil fliehen und kam über Pfalz-Zweibrücken 1718 zu Herzog Leopold von Lothringen. 1725 heiratete seine Tochter Maria (1703—1768) den französischen König Ludwig XV., woraufhin die Familie nach Chambord übersiedelte. Nach dem Tod Augusts II. 1733 kehrte Stanislaus aus dem französischen Exil nach Polen zurück und ließ sich, unterstützt von König Ludwig XV., erneut zum König und Großfürsten wählen. Eine Koalition, zu der sich Österreich, Russland und Kursachsen sowie Teile des polnischen Adels zusammengeschlossen hatten, um die Wahl Augusts III. als Nachfolger durchzusetzen, führte zum Polnischen Thronfolgekrieg (1733–1735) und zur Entmachtung Stanislaus Leszczyńskis. Ludwig XV. belehnte ihn 1737 mit den Herzogtümern Bar und Lothringen, wo sein Hof in Lunéville zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum wurde. Stanislaus Leszczyński starb 1766 im Alter von 88 Jahren auf Schloss Lunéville. Anna Iwanowna, geboren 1693 in Moskau als vierte Tochter Iwans V. (1666—1696) von Russland und dessen Gemahlin Praskowja Fjodorowna Saltykowa (1664—1723), wurde 1730 Zarin von Russland und regierte bis zu ihrem Tode 1740 in Sankt Petersburg. Sie gab Sankt Petersburg den Status der Hauptstadt zurück und veränderte die Stadt grundlegend. Hermann Maué: Spielsteine mit Bildern 1530-1900. Nürnberg 2020, Nr. 410.