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Objekt / Inventarnr.: WI2081

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Gallscher Schädel aus dem Besitz des Wiener Arztes Franz Josef Gall (Schädel)

Inventarnummer: WI2081
Hersteller: Franz Josef Gall (1758-1828)
Datierung: um 1790
Ort: Wien
Material/Technik: Menschlicher Schädel, beschriftet
Maße: H. 15 cm, B. 15,5 cm, T. 18,5 cm
Sammlung: Waffen und Jagdkultur
Wiss. Instrumente und Medizingeschichte
Beschriftung:
Inspiriert von den physiognomischen Studien Lavaters entwickelte der Wiener Arzt Franz Josef Gall die Phrenologie. Er behauptete den Rückschluss von der Schädelform auf die Leistungskraft des Gehirns und die Zuweisung geistiger Fähigkeiten an bestimmte Hirnareale. Ausdruck dieser ab 1796 verbreiteten Lehre ist der Gallsche Schädel mit Markierungen der Lokalisierung von Verstandesgaben.
Gall Skull. From the Possession of the Viennese Doctor Franz Josef Gall. Human skull, labeled. Inspired by Lavater's studies of physiognomy, the Viennese physician Franz Josef Gall developed the theory of phrenology. He maintained that it was possible to infer the brain's potential from the shape of the skull, and that mental faculties could be attributed to specific areas of the brain. This school of thought, disseminated after 1796, found its visual expression in the Gall skull, whose markings localize the various cognitive abilities.
Literatur:
Willers, Johannes: Der sogenannte Gallschädel. 100 Jahre medico-historisches Kabinett. In: Kulturgut. Aus der Forschung des Germanischen Nationalmuseums, 2. Quartal 2004, S. 4--5 u. S. 12. — Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Hrsg. von Daniel Hess und Dagmar Hirschfelder. (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3) Nürnberg 2010, S. 374 -- 375, 473, Abb. 341. — Plötz-Peters, Hannelore: Eine Gedenktasse der KPM auf Dr. Gall. Der Wiener Arzt und Phrenologe in Berlin 1805. In: Keramos. Zeitschrift der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. Düsseldorf. Heft 229. 2015/ III. S. 95-100
 
 
3.3.130726