Beschreibung
Die ovalen Schilder sind getriebene Kupferbleche. Ihre Schauseiten sind entlang des Randes rundum jeweils mit einem Blüten- und Akanthusblattrelief versehen. Vor goldenem Fond sind mittig polychrom gefasste Männerfiguren auf freiem Feld als Flachreliefs ausgebildet. Den unteren Abschluss der Schilder markiert die aufgemalte Jahreszahl "1679". Rückseitig ist am oberen sowie am unteren Ende je ein Öhr zur Anbringung eines Riemens angelötet. Dargestellt sind Männer unterschiedlichen Alters: Zwei der Männer geben sich durch ihre Haartracht als betagte Herren zu erkennen (Z 1712_1 / Z 1712_3). Beide sind mit langem, ergrautem Vollbart, einer zudem mit Halbglatze abgebildet (Z 1712_1). Der kurze, schwarzgraue Bart des Dritten weist ihn als Herrn mittleren Alters aus (Z 1712_2). Frisur und Barttracht des Letzten weichen gänzlich von den anderen ab und lassen ihn deutlich jünger erscheinen (Z 1712_4). Die schwarzen Haare trägt er nach aktueller Mode gewellt und über die Schultern hinab hängend. Der Bart ist zum Knebelbart frisiert. Alle Dargestellten sind mit einem geknöpften Wams, einer knielangen Pluderhose und einem weiten schwarzen Mantel bekleidet. Ein breitkrempiger schwarzer Hut sowie ein paar Handschuhe bilden die Accessoires. Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der Farbgebung sowie der Kragenmode. Die Kleidung der drei älteren Männer ist in dunklen Braun- und Schwarztönen gehalten. Wams und Hose des Jüngsten sind hingegen gelblich beige, die Strümpfe weiß. Der halbkreisförmige, über dem Mantel getragene Hemdkragen der älteren Herren ist mit Spitzen versehen und liegt flach auf den Schultern auf. Der Mann mittleren Alters trägt hingegen einen beborteten, nur noch leicht gerundeten Kragen, der auf der Brust aufliegt. Der jüngste der Männer ist mit einem rechteckigen, auf die Brust hängenden Beffchen (lat. Biffa = Halsbinde) bekleidet. Das in Mode kommen langer Haare brachte eine Veränderung der Kragenform von auf den Schultern zu auf der Brust aufliegenden Krägen mit sich. Auch die Trageweise von Hut und Handschuhen sowie die Körperhaltung der Figuren weichen partiell voneinander ab, ähneln sich jedoch bei jeweils zweien der Schilder. Hierdurch ergibt sich der Eindruck zweier zusammengehöriger Paare: Der Herr mit Halbglatze sowie der langhaarige junge Mann halten ihre Hüte in der rechten bzw. linken Hand, die Handschuhe in der jeweils anderen. Der zweite ältere Herr sowie jener mit kurzem Vollbart tragen ihre Hüte auf dem Kopf, die Handschuhe wiederum in der rechten bzw. linken Hand. Beide sind jeweils einander zugewandt, wodurch sie wie gespiegelt wirken. Die Individuellen Körper- und Kleidungsmerkmale sprechen für Porträts.