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Objekt / Inventarnr.: Z2158

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Messer (Buchbindermesser / Werkzeug)

Inventarnummer: Z2158
Datierung: 17. / 18. Jh.
Material/Technik: Eisen, geschmiedet, geschliffen; Laubholz, geschnitzt
Maße: L. 28 cm, L. Klinge 8,1 cm, B. Klinge 0,6 cm, L. Heft 11,9 cm, B. Heft 2 cm
Sammlung: Handwerksgeschichte
Kunsthandwerk bis 1800
Beschreibung:
Das Trennwerkzeug besitzt einen langen und leicht c-förmig gebogenen Griff, in dem vorne eine schmale, beidseitig geschliffene Klinge steckt. In den Rücken des Griffs sind flächig Akanthusblätter als Flachreliefs geschnitzt. Diese reichen seitlich bis zur Mitte des Griffs herunter. Auf halber Länge ist in den Griffrücken eine Daumenrast in Gestalt eines flachreliefierten Maskarons gearbeitet. Nach hinten läuft der Griff in einer plastischen Volute aus. Die rechteckige Klinge mit v-förmigem Querschnitt weist auf halber Länge einen flachen Absatz auf. Zur Spitze hin ist die Klinge konisch verjüngt. Buchbinder verwendeten derartige Messer zum präzisen "Schneiden von Papier- bzw. Leinwandkanten u. dergl." (Kersten 1909).
Literatur:
Zum Werkzeugtyp vgl.: Moessner, Gustav: Buchbinder ABC, Bühl 1981, S. 76; Kersten, Paul: Die Buchbinderei und das Zeichnen des Buchbinders, Halle a. d. Saale 1909, S. 7 und Abb. 9. — Zur Provenienz des Objektes: Ebert, Anja: Siegfried Lämmle. In die Emigration getrieben, in: Schreck, Anne-Cathrin mit Anja Eber und Timo Saalmann: Gekauft - Getauscht - Geraubt? Erwerbungen zwischen 1933 und 1945 (= Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Bd. 18). Nürnberg 2017, S. 160-173, insb. S. 165 (Abb.). — Schindler, Thomas: Werkzeuge der Frühneuzeit im Germanischen Nationalmuseum. Bestandskatalog. Nürnberg 2013, S. 185, Kat. 295 (Abb.).
 
 
3.3.130726