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Objekt / Inventarnr.: Z3433

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Bahrtuch der Metzger von Schweinau bei Nürnberg (Bahrtuch einer Metzgerkorporation)

Inventarnummer: Z3433
Hersteller: Süddeutsch
Datierung: 1750
Ort: Süddeutsch; Süddeutsch
Material/Technik: Wolltuch, schwarz, geraut, Seide, rot, Taftbindung, Reliefstickerei Metallfäden, Anlegetechnik, Glasperle, Füllung Karton, Leinenfäden, Fransenborte, Leinenfutter, Leinenbänder
Maße: H. 185 cm, Br. 185 cm, H. Kreuzbalken 35 cm
Sammlung: Textilien und Schmuck
Beschreibung:
Den zentralen Schmuck des Bahrtuchs der Metzger von Schweinau bei Nürnberg bildet ein großes rotes Seidenkreuz auf schwarzem, heute zu dunklem Braun ausgeblichenem Grund. Angesichts des Todes erinnerte es an das Kreuzesopfer Christi und die dadurch gegebene Hoffnung auf Erlösung. Eine Besonderheit korporativer Bahrtücher ist die Verbindung von christlichen Bildzeichen und Handwerksinsignien. Auf einem der Kreuzarme ist in einer schildartigen Kartusche in flachem goldfarbenem Relief das Agnus Dei aufgestickt, darüber in Silber die gekreuzten Beile der Metzger, darunter die Jahreszahl 1750. Die umlaufende, ebenfalls silberfarbene Inschrift E.E.M.H.W.I.S nennt möglicherweise die Initialen der Stifter. In den vier Winkeln der Kreuzarme haben sich die Laschen zum Einhängen der Bahrtuchschilde erhalten. (J. Zander-Seidel)
Literatur:
Lit.: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1906, Nr. 4, S. 39. - Weiterführend: Joseph Braun und Hans Wentzel: Bahrtuch. In: Reallexikon der Deutschen Kunstgeschichte. Bd. 1, Stuttgart 1937, Sp. 1382-1385. - Renate Kroos: Grabbräuche - Grabbilder. In: Memoria. Der geschichtliche Zeugniswert des liturgischen Gedenkens im Mittelalter. München 1984, S. 285-353, bes. 299-204.
 
 
3.3.130726