Beschreibung
Teufelsmaske aus Lindenholz mit zwei Hörnern, weiß bemalten, rot umränderten, gebohrten Augen und einer riesige Hängenase über dem weiß gebleichten Mund. Am Schnauzbart einzelne Gamshaare. Schwarz bemalt.
"Die alpenländlischen Masken mit den Teufelszügen gehörten ursprünglich den geistlichen Schauspielen des Spätmittelalters und dem Ordenstheater des Barocks an. Später wurden diese Larven, von denen sich die ältesten Beispiele aus dem 17. Jahrhundert erhalten haben, bei den mannigfachsten Ausprägungen des Volksschauspieles, so den Darstellungen der Passion Christi, den Nikolaus- und Umzugsspielen verwendet. Erst recht spät verhüllten sich auch die Gesichter der Teufelsgestalten in den Veranstaltungen, die von den Perchten oder Schemen zur Winterzeit im Alpengebiet brauchtümlich verrichtet wurden. Neben den Larven, die als Laienarbeiten entstanden, finden sich in Tirol, wie auch in anderen Landschaften Zeugnisse einer handwerklich geübten Maskenschnitzerei." (Text, Deneke 1979)
