Beschreibung
Nürnberger Leinwandtapete aus dem Patrizierhaus Burgstraße 13/I. Im Grund ist ein sich wiederholendes Blatt- und Blattrankenmuster eingepresst. Diese Formen sind in Weiß gehalten. Dazu kommen dann die braunen Muster bei den Blattrippen und bei den verschiedenartigen Ringen und Punkten. Zunächst sind die Vergoldungen aufgetragen bei einem Teil der Blätter, stellenweise ist diese Goldbronze wieder abgefallen oder unansehnlich geworden. Auf den Grund, d.h. auf der braunen Farbe der Blätter ist grüne Farbe sandartig als eine Art Plüsch aufgetragen. Dieses Grün beherrscht den Gesamteindruck. Wiederum diese grüne Farbe an vielen Stellen abgefallen oder zurückgegangen.
Zur Geschichte des Hauses: Burgstraße 13 ist 1588 in einem Kaufbrief erstmals genannt. Am 17. Februar 1643 erwarb Christoph IV. Fürer von Haimendorf (1578-1653) das Haus, er war vorderster Losunger und Reichsschultheiß. II., heiratete 1620 Barbara Sophia Pömer (t 1663). Die Tochter aus dieser 2. Ehe Anna Sophia Fürer (1636-1707), heiratete am 08.11.1652 Jobst Christoph Kress von Kressenstein (1623-1694), vorderster Losunger und Reichsschultheiß. 1637 befand sich das Haus im Besitz dieses Patriziers. Aus der Zeit dürfte der Rest dieser Leinwandtapete stammen.