Beschreibung
Teile einer Wandvertäfelung, und zwar Lamperienund zweiflügelige Tür, bemalt im Stile der Malerei der Mitglieder der Familie Bemel. Lamperien mit 34 gemalten Feldern: Landschaften mit Seen und Flüssen, Städten, Burgen, etc. Die früher in Raum 89 GNM eingebaute, zusammen mit der ebenfalls Nürnberger, aber nicht zugehörigen Tapete A 2815-22 ausgestellte Zimmervertäfelung ist offensichtlich in der Zusammensetzung verändert worden. Die Wandteile sind als schmaler, nur 2,1 m breiter und 9 m langer Raum zusammengestellt, wobei die beiden Türflügel die Eingangswand bildeten, die Stirnseite nur zwei kleine gemalte Seitenfelder hat und die linke Wand in drei, je 44 cm tiefen Nischen zurückspringt, wobei jeweils die Rückwand der Nische von einem großen Bild eingenommen wird und die Seitenteile mit ihren gemalten Bildfeldern zur Wand hin ansteigen. Auf der gegenüberliegenden rechten Wand des Raumes, müssen ursprünglich ein oder wahrscheinlich mehrere vorspringende Pfeiler gestanden haben, um die sich die Lamperien wie Vorsprünge herumgezogen haben; gerade hier sind offensichtlich starke Veränderungen in der Zusammensetzung erfolgt.
Die kleinen unregelmäßig geschwungenen Bildfelder liegen jeweils auf vertieftem, rosafarbenem Grund, der durch schmale Goldleisten gerahmt als Füllung den hellgrüneen Rahmen der Lamperien eingefügt sind. Die äußeren Rahmen, die in unregelmäßigem oberem Abschluss auf und ab schwingen, an den Spitzen mit farbigen und teilweise vergoldeten Rocaillen mit Schnitzwerk geschmückt.
Zugehörig zweiflügelige Tür (2,36 x 0,76 m). Auf der Innenseite der Tür in je zwei Feldern Malereien nach Art der Lamperien; außen mit einfachem farbigem Anstrich.
Die ursprüngliche Anordnung der einzelnen Felder ließe sich bei genauerer Untersuchung wohl feststellen. Die Nummerierung der einzelnen Stücke mit gelber Farbe auf der Rückseite der Bretter wurde 1973 angebracht, um bei der damals erfolgten neuen Deponierung die derzeitige Zusammensetzung, die größtenteils der Aufstellung im GNM bis zum Ende des Krieges entsprochen haben dürfte, festzuhalten. Die Nummerierung auf den weißen Zetteln stammt ebenfalls aus der Nachkriegszeit.