Hallo welt!

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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Stuckdecke aus Ebracher HofEbracher DeckeA3419Bauteile1ca. 1740<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Nürnberg</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">H. 6 m; B. 6,8 m</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results>Stuckdecke aus Ebracher Hof. Flache Decke mit Stuckauflagen; nur in der Mitte der vier Seiten reicht der Stuck jeweils etwa 16 cm tief in die sonst unverzierte Hohlkehle bis zu deren unterer Kante hinab. Die Decke als Ganze weiß gestrichen; Reste farbiger Fassung nicht erkennbar. Stuckiert ist der äußere Rahmen mit weit ins Innere reichenden Eckmotiven. In der Mitte der Seiten jeweils eine Kartusche; an der Längsseite mit Wappen, an den Schmalseiten mit Ovalmedaillons mit je einem Putto. In der Mitte der Decke Ovalmedaillon mit Putto, Rankengitterwerk und Blüten. Der äußere Rahmen (41 cm breit) wird gebildet aus zwei schmalen Stäben mit Unterlage, an den Ecken und in der Mitte der Seiten jeweils von großen Motiven überdeckt. Zwischen Eck- und Mittelmotiv der einzelnen Seiten sitzt auf der inneren Rahmenleiste eine kleine herzförmige Kartusche mit Muschelwerk, sodass der Rahmen überhaupt nur in der Decke sichtbar wird. Ähnliche Kartuschenform auf der äußeren Rahmenleiste der vier Ecken des Raumes. Auf jeder dieser Kartuschen lagert je eine Personifikation der vier Jahreszeiten, und zwar an der Fensterwand nach Norden (also Nordostecke des Raumes) der Frühling (junge Frau mit Blüten), nach Süden der Sommer (alter Mann mit Turban und Ähren im Arm), an der Türwand (= Westwand des Raumes) nach Süden der Herbst (junge Frau mit Füllhorn) und nach Norden der Winter (alter bärtiger Mann, sich an einem Feuer wärmend). Weit in das Innere der Ecke schwingende Rahmenform mit Gitterwerk, Blumengehängen, Knospenreihen und Architekturformen mit Schabrackengehängen umgeben die Personifikationen. Zur Mitte der Wand gerichtet sitzt jeweils auf der inneren Rahmenleiste der Decke ein Tier, und zwar zur Mitte der Wand hingerichtet meist in Vogel- oder Drachenformen; nur in der Südostecke des Raumes ein Bär und ein Eber. Über der Tür sitzt auf der unteren Profilleiste der Hohlkehle, unter der Muschelform der Wappenkartusche (mit leerem Schild) ein auffliegender Adler; die Kartusche zur Mitte der Decke hin ein springender Löwe. Auf einem Keulenschwung innerhalb der Rahmenleiste eine liegende weibliche Figur mit Fischschwanz. Bei der entsprechenden Kartusche an der Fensterwand (gegenüber der Tür), die ebenfalls von einem Putto gehalten wird, tritt der Löwe auf der Höhe des Rahmens der Decke hinter der Kartusche hervor. Zur Deckenmitte hin sitzt ein Adler mit ausgebreiteten Flügeln auf dem Rand der Kartusche. In den mittleren Ovalmedaillons der beiden Schmalseiten des Raumes je ein Putto ohne Attribute, in der Mitte der Decke ein Putto mit einer Blüte in der Hand. Wegen der übrigen Einzelheiten der Ornamente etc. vgl. die 1964 angefertigten Fotos. Eine inhaltliche Bedeutung der Tiere, Putten und des Programms, soweit es über die vier Jahreszeiten hinausgeht, wird nicht erkennbar. Die Stuckdecke stammt aus einem Neubau des Hofes der Zisterzienserabtei Ebrach zwischen Karolinen- und Adlerstraße in Nürnberg, die 1739 - 42 durch den Baumeister Leonhard Stephan Greuznacher errichtet wurde, der 1901 beim Bau der Hauptpost abgerissen wurde. Über den ursprünglichen Raum und die Anordnung der Decke ist nichts bekannt. So muss man damit rechnen, dass möglicherweise der urspr. Raum größer war, sodass Mittelmotiv und Eckmotive beim Einbau enger zusammengeschoben wurden. Offenbar wurde die Decke zusammen mit der Ebracher Kapelle (A 3426) und der Ebracher Treppe (A 3418) 1901 beim Abbruch der letzten Reste des Ebracher Hofes erworben und noch im selben Jahr in dem 1856 erbauten sog. Königsstiftungshaus, das 1897 für das GNM erworben worden war und 1901 als Bibliothek umgebaut wurde, im Lesesaal eingebaut. Der an den Wänden angebrachte Stuck ist nicht zugehörig und stammt offenbar erst aus dem Jahre 1901. Eugen Franz: Der Ebracher Hof zu Nürnberg (Bamberger Hefte für fränkische Kunst und Geschichte 7). Bamberg 1924, S. 34.Theodor Hampe: Das Germanische Nationalmuseum von 1852-1902, Festschrift. Leipzig 1902, S. 133.