Hallo welt!

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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Gotischer TaufsteinTaufsteinA3630Bauteile1Ende 15. Jh<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Mittelrhein</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<XmlDescription><BuildingId>16</BuildingId><BuildingDescription>16 Galeriebau</BuildingDescription><FloorId>01</FloorId><FloorDescription>1.UG</FloorDescription><RoomId>01</RoomId><RoomDescription>Depot </RoomDescription><AltNames><AlternativeName>Steindepot</AlternativeName></AltNames></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">H. 89 cm; Dm. 64,5-90 cm; T. 45 cm</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Roter Sandstein</lido:displayMaterialsTech><lido:materialsTech/></lido:eventMaterialsTech></results>Vgl. H. E. Kubach: Die Pfalz (=Deutsche Lande Deutsche Kunst 138), 2. Aufl. 1966, Abb. 91: Taufstein in Sausenheim.Gotischer Taufstein; der Taufstein besteht aus einem dreifachen gestuften Sockel und einer oktogonalen Taufschale mit breitem Rand. Die Schale wird umrankt von naturalistisch gegebenen Ästen, die vom Sockel aufsteigen und sich ornamental um das Becken schlingen. Vier kniende Engel auf Konsolen umgeben in Frontalansicht die Basis und präsentieren Leidenswerkzeuge auf Tartuschen, die eng an ihrem Körper anliegen. Kreuz, Hammer, Zange und Nägel (?) als unmittelbar mit der Kreuzigung Jesu verbundene Leidenswerkzeuge deuten auf die Symbolik des Taufgeschehens (die Abwaschung der Sündenschuld), das nach Paulus als ein Mitsterben mit Christus und als Teilhabe an seiner Auferstehung gedeutet wurde. Ein Relief mit der Darstellung der Mantelspende des hl. Martin ziert die Schale im oberen Bereich. Die Szene findet in einer stilisierten Felslandschaft statt. Die Handlung orientiert sich an einer Schräge, die vom Haupt des Heiligen zum Bettler hin abfällt. Der Kopf des Heiligen schneidet in den Schalenrand ein und erscheint nimbiert. Starke Schäden weisen die Figurenköpfe auf; das Haupt des Bettlers fehlt. Der Sockel zeigt eine durchgehende Bruchstelle. Die Verwitterung des Sandsteins spricht für eine längere Aufstellung des Taufsteins im Freien. Die im unteren Bereich der Taufschale befindliche Öffnung wurde wohl später angebracht. In der Mitte des Beckens befindet sich eine nahezu quadratische Öffnung, die weit in den Sockel hinreicht (Befestigungsvorrichtung für einen ehernen Einsatz?). Der Taufstein später als Brunnenschale verwandt. Im Schalenrand sind vier quadratische und unterhalb noch zwei weitere Öffnungen angebracht, die ursprünglich wohl als Befestigungsvorrichtungen für den Taufschalendeckel gedient haben. Die szenische Darstellung der Mantelspende des hl. Martin spricht mit hoher Wahrscheinlichkeit für die Herkunft des Taufsteins aus einer dem heiligen Martin geweihten Kirche, was gegen eine Provenienz aus Nürnberg spricht. Als Kunstlandschaft käme vielleicht das Mittelrheingebiet in Betracht.1DeutschDas Relief am Schaft zeigt die Mantelspende des hl. Martin. Die plastisch gestalteten Pflanzenranken um das Becken gehören zum typischen Dekor von Taufsteinen in der Region um Speyer. Sie symbolisieren den Lebensbaum und verweisen so auf die Kraft der Taufe, die dem Menschen den Weg zum ewigen Seelenheil öffnet. 2EnglischBaptismal Font. The relief on the shaft depicts St. Martin sharing his cloak with a beggar. The carved branch-motifs that ornament the basin are typical for fonts from the region around Speyer. They symbolize the tree of life and refer to the power of baptism, which opens for humankind the way to eternal salvation.Anzeiger GNM 1894, S. 61, s.v.: Kirchliche Geräte (erwähnt als Neuerwerbung).Wegweiser GNM von 1895 (nach Nr. 842): "In der Mitte der Kapelle (Kapitelsaal) ein gotischer Taufstein. 15. Jahrhundert."; ab 1896 in den kürzeren Führern nicht mehr erwähnt.Festschrift GNM 1978, Abb. S. 717 (Foto täuscht; auf dem Originalfoto im Kupferstichkabinett größerer Ausschnitt).Frank Matthias Kammel: Das Taufbecken als Lebensbrunnen. In: Monatsanzeiger. Museen und Ausstellungen in Nürnberg, H. 263, 2003, S. 5-6.Frank Matthias Kammel: Spätmittelalter. In: Germanisches Nationalmuseum. Führer durch die Sammlung. Nürnberg 2012, S. 63-84, S. 72.