Hallo welt!
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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Majolika-KachelofenKachelofenA3746Bauteile1um 1920<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Karlsruhe</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<XmlDescription><BuildingId>16</BuildingId><BuildingDescription>16 Galeriebau</BuildingDescription><FloorId>01</FloorId><FloorDescription>1.UG</FloorDescription><RoomId>09</RoomId><RoomDescription>Depot</RoomDescription></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">H: 175 cm; Dm: 78 cm</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results>Kachelofen: Majolika: weiße, schamottierte Scherben, ausgeformt und craqueliert. Überzogen mit weißer Alkaliglasur, die mit durch Eisenoxyd gelblich eingeärbten Verzierungen versehen ist. Entwurf von Fritz August Breuhaus (1883-1960), Architekt und Kusntgewerbler, tätig in München, Bremen, Düsseldorf, Berlin und Köln. Ausführung durch die Großherzogliche Majolika-Manufaktur in Karlsruhe. Der Ofenkörper besteht aus zwei gegeneinander gesetzten Kegelstümpfen. Ein Aufsatz wiederholt diese Form und weitet sich zu einer Öffnung für das Rauchabzugsrohr. Der untere Bereich ist durch Wülste in einzelne Felder gegliedert, der obere Teil des Ofens durch zwei Ringwülste gerahmt. Während ein Dreiecksornament die Einfassung des Ofenrohrs und vertikale Strahlen den Aufsatz schmücken, sind die Fläche des oberen und die Felder des unteren Kegelstumpfes streublumenartigen mit Pflanzen, Delphinen, Möven, Libellen, Booten, Sternen, Bergen, einem Storch und einem chinesischen Tempel in flachem Relief verziert. Der Unterbau des Ofens besteht aus einem eisernen Sockelring auf vier Füßen und einer runden schwarzen Bodenplatte aus Stein. Eine zweiflügelige eiserne Ofentür verdeckt die Feuerklappe und die Aschenklappe, die beide Schieber für die Haupt- und Nebenluftzufuhr aufweisen. Der Ofen war nie aufgebaut und angeschlossen; der Innenausbau - Schammotierung und Rost- ist nicht vorhanden, dagegen ist der vom Werk mitgelieferte Deckel des Rauchabzugs, der bei einem Einbau überflüssig wird, erhalten. Die 1901 gegründetet Großherzogliche Majolka-Manufaktur in Karlsuhe versuchte nach dem Ersten Weltkrieg einen Formenschatz keramischer Produkte zu entwickeln, der einerseits der Funktion der Objekte gerecht wurde, andererseits einen neuen, modeunabhängigen Stil prägen sollte. In diesem Zusammenhang wurden 1920 mehrere sogenannte Künstleröfen in die Produktpalette des Unternehmens aufgenommen, für die u.a. Emil Fahrenkamp ( 1885-1966), Richard Riemerschmid (1868-1957), Emanuel Josef Margold (1889-1962) und Fritz August Breuhaus Entwürfe lieferten. Die drei nach Entwürfen Breuhaus gefertigten Öfen wurden 1921 auf der 26. Ausstellung des Freien Bundes in Mannheim und 1922 auf der Deutschen Gewerbeschau in München gezeigt und von der Kritik hoch gelobt. Unter diesen drei Öfen weist neben dem hier vorgestellten ein weiterer die an ostasiatische Keramik erinnernde Form und Verzierung auf. In der Sammlung von Kachelöfen des Germanischen Nationalmuseums stellt dieser Ofen der beginnenden Art deco das jüngste Exemplar und damit eine wichtige Ergänzung dar. Otto Riedrich: Der Kachelofen in der Kunstkeramik. In: Die Kachel- und Töpferkunst, Heft 5 (2. Jg. 1923), S. 85-94.Alexander Koch: Das neue Kunsthandwerk in Deutschland und Österreich. Darmstadt 1923, S. 161ff.Germanisches Nationalmuseum/ G. Ulrich Großmann [Hrsg.]/ Wissenschaftl. Lektorat Frank Matthias Kammel: Heiß diskutiert - Kachelöfen : Geschichte, Technologie, Restaurierung; Beiträge der internationalen Tagung der Fachgruppe Kunsthandwerk im Verband der Restauratoren e.V. vom 10. bis 12. Januar 2008 im Germanischen Nationalmuseum / Projektleitung: Annika Dix. Nürnberg 2011, S. 50.