Beschreibung
"Aus der Vielfalt der farbigen bayrisch-schwäbischen Einrichtungsgegenstände hebt sich eine um 1800 im Umkreis von Günzburg und Weißenhorn entstandene Gruppe von Bewahrmöbeln und Betten dadurch aus, dass sich in der Dekoration Malerei und Schnitzwerk miteinander verbinden. Bei den Schränken tragen die stets mit religiösen Zeichen geschmückten oberen ausgegründeten Türfelder leicht geschwungene Muschelkämme, und reliefierte Lembrequins, beides weist auf das bei kleinstädtischen Möbeln zu beobachtende längere Nachwirken von Rokokomotiven. In einer für volkstümliche Handwerkserzeugnisse charakteristischen Vermischung der Stilelemente zeigen demgegenüber die zumeist auf die unteren Felder aufgemalte antikisierenden Vasen die Rezeption des zeitgenössischen klassizistischen Formenguts." (Text, Deneke 1979)
Monogramme IHS, MAR
