Beschreibung
Truhe mit flachem Satteldach. Die Wandbretter sind in die Eckschaften eingelassen. Holznägel.
"Lange sind in Reliktzonen, so in der Rhön und in Kärnten bis in das 19. Jahrhundert, in Südosteuropa, dem Karpatengebiet und Polen auch darüber hinaus, Truhen in Gebrauch gewesen, deren Bestandteile in der einfachen Technik der Spundung zusammengesetzt sind. Die Bretter für die Wandungen entstanden durch die radiale Spaltung des Holzstammes mit dem Beil; nach einer spärlichen Bearbeitung mit dem genannten Werkzeug wurden die Kanten zugespitzt beziehungsweise eingetieft und die Bretter in den Nuten der Pfosten zusammengeschoben. Vielfach haben diese Behältnisse, die als Wirtschaftsmöbel der Aufbewahrung von Getreide und Mehl dienten, einen sattelförmigen Deckel, womit ihre Form auf mittelalterliche Dachtruhen und möglicherweise darüber hinaus auf antike Sarkophage zurückweist." (Text, Deneke, 1979)
