Beschreibung
Wanduhr, das kastenartige Gehäuse ist mit überstehenden, vorn profilierten Gesimsleisten versehen und unterhalb der verglasten, mit Schrägleisten und Eckprofilen ausgestatteten Tür sockelartig erweitert. Zwischen zwei vorstehenden Profilleisten sind auf dem Kasten schmale glatte bzw. vorn gewellte Brettchen aufgesetzt. Um den Austritt von Gewichtssätzen und Pendel zu kaschieren, sind unter dem Boden Leisten mit Aussägearbeit angebracht. Die Seitenwände haben kleine Türen. Drr Kasten erhält durch Anstrich das Aussehen von Nussbaumholz, während die Profilleisten schwarz sind. Durch ihr Zifferblatt, in Hinterglastechnik, gehört die Uhr zum Typ Bilderuhr. Der goldgerahmte Zifferring zeigt auf weißem Grund römische Ziffern von I bis XII. Oben ist eine romantische Landschaft dargestellt: In ihrer Mitte erhebt sich in einem von einem Ruderboot und Segelschiffen befahrenen See ein Wasserschloß; vor dem Gebirgshintergrund liegen links am Ufer ein Dorf mit Kirchlein und Kapelle, rechts auf niedrigem Berg ein Schloß; vorn am Ufer niedrige Sträucher, links vom Wasserschloß ein Baum. Während die Mitte des Zifferblattes eine Wiese vorstellt, erscheinen unten, zum Teil vom Ziffernring überschnitten, dörfliche Gebäude. Links liegt an einem von einem Mann begangenen Weg ein haus mit Nebengebäuden, rechts wird hinter einem Hof ein größeres Wohnhaus sichtbar.
Das relativ kleine Werk mit Messingrädern und Eisenachsen sitzt in einem Buchenrahmen. Geh- und Schlagwerk sind nebeneinander angeordnet. Außerhalb des Rahmens befindet sich die Schloßscheibe zur Speicherung und Auslösung der Stundenschläge sowie der scheibenförmige Klöppel, der eine an der Rückwand befestigte Spiralfeder zum Ertönen bringt. Das rückseitig am Werk aufgehängte Pendel hat eine verstellbare Messingscheibe. Die als Tannenzapfen geformten Gewichte in Eisenguss hängen an Messingketten.
