Beschreibung
Zwei Wetzsteinkumpfe.
"Die im 18. Jahrhundert allgemeiner als Schlotterfaß, im bayerisch-österreichischen Mundartgebiet als Kumpf bezeichneten Gefäße wurden als Behältnis für den Wetzstein benutzt und ungefähr bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt, vom Mäher auf dem Feld mitgeführt. Als Material war neben dem Kuhhorn vor allem Holz gebräuchlich, das der Schnitzer oder der Drechsler bearbeitete. Diese formten die zylindrischen Wände und die deutlich abgesetzte Spitze, die dazu bestimmt ist, das Gerät in den Boden zu stecken. Charakteristisch für die Graubündner Wetzsteinbehälter sind die schlanke Gestalt, durch die sie sich von den bauchigen Gefäßen Tirols unterscheiden und die prismatischen Ansätze mit den großen Führungsschlitzen für Riemen, die bei dem Stück aus Ahorn an ein aus dem Holz herausgeschnittenes breites Band mit vier abgeflachten Teilen auf der oberen Hälfte des Gefäßes anschließen."