Beschreibung
Ausgearbeiteter Stand mit zur Mitte hin wenig aufgewölbtem Boden. Stand außen 0,3 cm hoch mit nach innen geneigter Abschrägung. Knick. Kleine Einziehung. Wandung steigt bis etwa in halbe Gefäßhöhe (Schwerpunkt) relativ steil an und ist außen schwarzbraun engobiert. Die Wandung verengt sich zum Halsansatz wieder etwas. Einschnürung an der Halszone. Hals kurz und schräg sich, zum verdickten wulstartigen Rand hin, weitend. Aus dem Rand breiter, bandförmiger und zweifach in Längsrichtung profilierter Henkel ausgeformt und in Höhe des Schwerpunktes mit einer Druckdalle angarniert. Der obere Wandungsteil des Gefäßes, ein Teil der Halszone und der Henkel sind rotbraun engobiert. Auf der Anstoßlinie beider Engoben in Höhe des Schwerpunktes gelbliche Tupfenreihe aufgemalt. Der übrige Teil des Halses und der Rand sind wieder schwarzbraun gefaßt. Im 90° Winkel vom Henkel versetzt ein Ausguß geformt. Innen ist das Gefäß gelblich engobiert.
Zur Herkunft: Bei diesem Henkeltopf dürfte es sich um ein Marburger Erzeugnis handeln. In der 1. H. des 19. Jhs. war die Gefäßteilung durch zwei verschiedenfarbige Engoben mit einer Tupfenreihe typisch.
Ehemals: Flett (zum Niedersachsenhaus) - 1902 -