Beschreibung
Modell: Echos P 100 D mit Zubehör
Entwurf: Mario Botta, 1990 erType 860 C
Botta, geb. 1. April 1943 in Mendrisio, Tessin. Schweizer Architekt, Designer
Als 15-Jähriger begann Botta eine Lehre als Hochbauzeichner bei Tita Carloni in Lugano (1958–1961). Anschließend besuchte er das Liceo Artistico in Mailand. Von 1964 bis 1969 studierte er Architektur am IUAV Istituto Universitario d’Architettura di Venezia, wo er 1969 bei Carlo Scarpa und Giuseppe Mazzariol diplomierte. Noch im selben Jahr eröffnete er ein eigenes Architekturbüro in Lugano. In seiner weiteren Ausbildung hatte er Kontakt mit den Architektenlegenden Carlo Scarpa, Le Corbusier, Louis I. Kahn und Luigi Snozzi, deren Einfluss in vielen seiner Bauten sichtbar wird.[1] Botta gilt zudem als wichtigster Vertreter der in den 1970er Jahren bekannt gewordenen „Tessiner Schule“ und Bewunderer der Romanischen Architektur.
Mario Botta arbeitet oft mit massiven Baumaterialien, wie Naturstein, Backstein oder Beton. Der rationalistische Stil Bottas setzt sich aus einer streng geometrischen, schlichten Formensprache und Bestandteilen wie Licht und Schatten zusammen. Diese Kombination lässt die oft sehr massiven Baukörper leicht und elegant erscheinen. Botta verwendet beim Entwerfen seiner unverkennbaren Werke immer dieselben architektonischen Elemente aus einem unerschöpflich grossen Formenspektrum.
Viele seiner Werke findet man in seiner Heimat, dem Tessin. Mario Botta ist aber weltweit tätig und hat weit über die Grenzen der Schweiz hinaus viele Bewunderer.
Mario Botta wurde bereits 1983 zum Titularprofessor der Eidgenössischen Hochschule in Lausanne (EPFL) und zum Ehrenmitglied des Bundes Deutscher Architekten BDA ernannt. Botta hatte wesentlichen Anteil an der Gründung des Fachbereichs Architektur (Accademia di Architettura) der Università della Svizzera italiana in Mendrisio, an der er seit 1996 mit Aurelio Galfetti, Kenneth Frampton und Peter Zumthor lehrt. 2011 wurde er zum Leiter der Accademia di Architettura ernannt; er folgte auf den Bündner Architekten Valentin Bearth.[2]