Beschreibung
Zwei Vasen gleicher Form; nur Größe unterschiedlich.
Form: Nr. 3512/20 und 3512/24, von Elsa Fischer-Treyden;
Dekor: Helmut Drexler (1927-2016): ausgebildeter Porzellanmaler; seit 1989 besonders der Goldmalerei auf Porzellan zugewandt. Verwendete gerne die schwarzen Porzellanvasen der Fa. Rosenthal. Dekor erinnert an eine orientalische Stadtsilhouette.
Elsa Fischer-Treyden (* 1901 in Moskau; † 1995 in Selb) war eine deutsche Produktdesignerin russischer Herkunft. Fischer migrierte 1918 nach Berlin. Dort studierte sie zwischen 1923 und 1932 an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst. Sie entwarf und fertigte zunächst Unikatprodukte, vor allem Schalen und Vasen aus Bronze und Keramik. 1948 und 1949 studierte sie industrielle Formgebung bei Wilhelm Wagenfeld an der Hochschule der Künste Berlin. Anschließend arbeitete sie als freie Designerin für Villeroy & Boch, entwarf aber auch ein Teegeschirr aus Jenaer Glas. Ab 1952 war sie als eine der zentralen Designerinnen für die Rosenthal AG tätig. Für die Studio-Linie hat sie dort zunächst das Programm „Fortuna“ mit Gläsern und Porzellan und später das Keramikprogramm „Favo“ entwickelt. Die Glasserie „Fuga“, die von der natürlichen Tulpenform inspiriert ist, wurde mit dem Bundespreis Die gute Form ausgezeichnet. Bis in die 1990er Jahre hat sie für Rosenthal gestaltet oder überarbeitet. So entwarf sie Gefäßformen, die wie z.B. die Kissenvasen als Träger für Künstlerdekore etwa von Vasarely dienten. Auch als Ausbilderin arbeitete sie für Rosenthal.