Hallo welt!

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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Neun Fragmente vom Grabtuch Bischof Gunthers von BambergTextilienGew395Textilien-Schmuck9971<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Byzanz</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<XmlDescription><BuildingId>16</BuildingId><BuildingDescription>16 Galeriebau</BuildingDescription><FloorId>1</FloorId><FloorDescription>EG</FloorDescription><RoomId>13</RoomId><RoomDescription>Sammlung</RoomDescription></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">9 Fragmente von ca. 0,9 x 0,6 cm bis 7,4 x 11,9 cm</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Wirkerei, Kette: Seide, hellbraun, Schuss: Seide, mehrere Farben, Kettdichte 22 Fäden/cm</lido:displayMaterialsTech><lido:materialsTech/></lido:eventMaterialsTech></results>Restaurierung 1957Das Besondere an diesen Fragmenten ist – neben der langen Reise, die sie bis nach Nürnberg brachte – dass ihre Herkunft und ihr ehemaliger Besitzer bekannt sind. Bischof Gunther von Bamberg hatte 1064 von seiner Pilgerreise ins Heilige Land ein Seidentuch mitgebracht, das sogenannte Gunthertuch, von dem die Nürnberger Fragmente stammen. 1830 wurde das Grab Gunthers im Bamberger Dom geöffnet und brachte das Tuch, das in viele Einzelteile zerfallen war, zu Tage. Knapp 40 Jahre später wurden neun Fragmente in die Nürnberger Gewebesammlung aufgenommen. Auf seiner Rückkehr aus Jerusalem weilte Gunther in Konstantinopel als Gast des byzantinischen Kaisers in dessen Palast. Hier erhielt er das kostbare Seidentuch als Gastgeschenk. Überliefert ist auch, dass Gunther während seiner Reise starb und seine Gebeine in dieses Tuch gewickelt im Bamberger Dom bestattet wurden. Das Tuch ist 220 x 210 cm groß und zeigt einen byzantinischen Kaiser hoch zu Ross mit den Zeichen der Kaiserwürde. Er wird von zwei Frauenfiguren gerahmt, die ihm Zeichen des Triumphes überreichen. Die Figuren erinnern an Mosaiken aus der Hagia Sofia. Im Hintergrund der Darstellung finden wir die rotschattierten und blaugetönten Herzblätter der Nürnberger Fragmente wieder. Sie rahmten also einst die Kaiserdarstellung auf dem Gunthertuch. Die vielen Einzelteile des Gunthertuches wurden erst im 20. Jahrhundert zusammengefügt und sorgsam restauriert. Heute kann man es im Diözesanmuseum in Bamberg besichtigen. Schon in den 1860er Jahren hatte Direktor Essenwein die besagten Fragmente des Tuches erworben, um sie in der Gewebesammlung des GNM zu zeigen. Allerdings stand für das Museum nicht deren Reliquiencharakter im Zentrum, sondern das Forschungsinteresse: An den Fragmenten lässt sich die Technik der Gobelins erkennen und somit ein wichtiger Entwicklungsschritt der Gewebetechnik visualisieren. Text von Julia Brockmann, vgl. https://www.gnm.de/blog/vw-kolleg-grabtextilien/Essenwein, August: Die Sammlung von Geweben im germanischen Museum. In: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg 1869, Sp. 1--8, bes. 5.Essenwein, August: Katalog der im germanischen Museum befindlichen Gewebe und Stickereien, Nadelarbeiten und Spitzen aus älterer Zeit. Nürnberg 1869, Nr. 13.Hampe, Theodor: Katalog der Gewebesammlung des Germanischen Nationalmuseums. 1. Teil: Gewebe und Wirkereien, Zeugdrucke. Nürnberg 1896, Nr. 395.Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 2). Nürnberg 2007, S. 95, 96, 396, Kat. 97, Abb. 69.

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