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Hallo welt!
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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Kalvarienberg aus der Pfarrkirche St. Laurentius, EbernGemälde, AltarbildGm125Gemälde bis 1800<results><lido:classification xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:conceptID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalClassificationId">8261</lido:conceptID><lido:conceptID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="AAT-DE">http://www.aat-deutsch.de/aat/detailseite/?id=300075940</lido:conceptID><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="de">Altarbild</lido:term><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="en">altarpieces</lido:term><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="en">altar-piece</lido:term><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="en">altar-pieces</lido:term><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="en">altarpiece</lido:term></lido:classification><lido:classification xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="2"><lido:conceptID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalClassificationId">8265</lido:conceptID><lido:conceptID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="AAT-DE">http://www.aat-deutsch.de/aat/detailseite/?id=300076035</lido:conceptID><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="de">Retabel</lido:term><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="en">retables (altar appendages)</lido:term><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="en">retable (altar appendage)</lido:term><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="en">retablo (altar appendage)</lido:term></lido:classification></results>1<results><lido:eventActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:actorInRole><lido:actor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorId">30562</lido:actorID><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="preferred" xml:lang="de">Bamberger Vorgängerwerkstatt Hans Pleydenwurffs (?)</lido:appellationValue></lido:nameActorSet></lido:actor></lido:actorInRole></lido:eventActor></results>um 1450/1455<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Bamberg</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">mind. 278,2 × 224,6 × 1,0 cm</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Malerei und Metallauflagen auf Nadelholz</lido:displayMaterialsTech><lido:materialsTech/></lido:eventMaterialsTech></results>zwei zugehörige Altarflügel; die beiden zu Gm 125 gehörigen Flügel wurden 1945 zerstört; Inventarnummer(n): Gm 126 (BStG Inv.Nr. 7728a); Gm 127 (BStG Inv.Nr. 7728b); Das Gemälde, ursprünglich die Mitteltafel eines Hochaltarretabels, zeigt die Kreuzigung Christi auf dem Berg Golgatha. Christus ist frontal, mit flatterndem Lendentuch und am Körper herabfließenden Blutströmen dargestellt. Das Kreuz trägt den vom goldenen Heiligenschein Christi teilweise verdeckten Titulus „INRI“. Zu beiden Seiten des Kreuzes drängen sich zwei eng gestaffelte Menschengruppen von jeweils mehr als 20 Figuren. Lanzen, Speere, Hellebarden und Fahnen ragen in die vergoldete Himmelszone auf.
Auf der linken Seite, zur Rechten Christi, sinkt Maria ohnmächtig nieder. Ihr weißer Mantel ist Zeichen der Reinheit und verbindet sie mit Christus, dessen Lendentuch ebenfalls weiß ist. Sie wird von Johannes und einer der Frauen von Jerusalem gestützt, die durch einen Heiligenschein ausgezeichnet ist. Drei weitere Frauen – zwei davon ebenfalls mit Heiligenschein – und die hl. Veronika mit dem Schweißtuch Christi stehen hinter der Gruppe. Es folgen Longinus mit Lanze und Stephaton mit Essigstab, beide durch ihre auffälligen Kopfbedeckungen hervorgehoben, dahinter unzählige Soldaten mit Helmen und Waffen. Vor dem Kreuz kniet Maria Magdalena und umfasst in einer Geste der Verzweiflung den Kreuzesstamm.
Auf der anderen Seite stehen im Vordergrund drei Offiziere. Links weist der gute Hauptmann im Harnisch zum Gekreuzigten empor. Der böse Hauptmann ist in kostbarem Brokatmantel dargestellt. Nach rechts abgeschlossen wird die Gruppe durch eine Profilfigur in Rüstung mit vor dem Bauch verschränkten Händen. Dahinter drängen sich Kriegsknechte, von denen zwei Grimassen schneiden und Christus die Zunge herausstrecken. Direkt neben dem Kreuz schaut eine der Figuren unverwandt aus dem Bild heraus den Betrachter an.
Im Vordergrund ist der mit verschiedenen Pflanzen und Blumen bewachsene Berg, von dem ein kleines einfarbig dargestelltes Stück auch im Hintergrund zu erkennen ist, durch einen Totenkopf, mehrere Knochen und einen Hund, der an einem Knochen nagt, als Schädelstätte gekennzeichnet (Lk 23, 33).
Auf dem Schild am rechten Bildrand das angeschnittene Wappen des Imperium Romanum: in Rot ein schwarzer Adler.1Deutsch2012Die Tafel entstand im Umfeld des Bamberger Malers Hans Pleydenwurff, einem der führenden Maler der Spätgotik im deutschen Sprachraum. Er übermittelte viele Neuerungen der nieder-ländischen Malerei nach Deutschland. Die drangvolle Enge des umstehenden Volkes betont die Dramatik des Geschehens, das hier als Massenszene inszeniert wird. Die das Kreuz umklammernde Maria Magdalena geht auf eine Kreuzigungsdarstellung des Brüsseler Malers Rogier van der Weyden (gest. 1464) zurück.2Englisch2012The panel is from the circle of the Bamberg painter Hans Pleydenwurff, one of the leading Late Gothic artists in the German-speaking world. It was through him that many innovations from Netherlandish painting came to Germany. The crowd scene, the crush of people jostling for space around the cross emphasizes the drama of the event. Mary Magdalene embracing the cross is inspired by a Crucifixion painted by the artist Rogier van der Weyden (d. 1464) from Brussels.Leopold Höhl: Die Pfarrkirche zu Ebern. Kurze Geschichte derselben und Plan ihrer Restauration. Nürnberg 1885, S. 6.August von Essenwein: Katalog der im germanischen Museum befindlichen Gemälde. Nürnberg 1885, Nr. Nr. 117–119.Henry Thode: Die Malerschule von Nürnberg im 14. und 15. Jahrhundert in ihrer Entwicklung bis auf Dürer. Frankfurt a.M. 1891, S.192-193, 294, Nr. 92.August von Essenwein: Katalog der im germanischen Museum befindlichen Gemälde. Nürnberg 1893, Nr. 120 –122, S. 24.Heinz Braune: Katalog der Gemäldesammlung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Nürnberg 1909, Nr. 125–127, S. 43.Erich Abraham: Nürnberger Malerei der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts (Studien zur deutschen Kunstgeschichte, Heft 157). Straßburg 1912, S. 38, Anm. 2.Martin Weinberger: Nürnberger Malerei an der Wende zur Renaissance und die Anfänge der Dürerschule (Studien zur deutschen Kunstgeschichte, Bd. 217). Strassburg 1921, S. 21, 41– 42, Taf. I.2, S. 240 –241, Anm. 11.Albrecht Dürer-Ausstellung. Bearb. von Walther Fries. Germanisches Nationalmuseum. Nürnberg 1928, Kat.Nr. 37.Ernst Strauss: Untersuchungen zum Kolorit in der spätgotischen deutschen Malerei (ca. 1460 bis ca. 1510) an Beispielen der schwäbischen, fränkischen und bayerischen Schule. München 1928, S. 38, 43.Heinrich Mayer: Die Kunst des Bamberger Umlandes, 2 Bde. (Die Kunst im alten Hochstift Bamberg und seinen nächsten Einflussgebieten 2). Bamberg 1930, Bd. 1, S. 55.Eberhard Lutze/Eberhard Wiegand: Kataloge des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg: Die Gemälde des 13. bis 16. Jahrhunderts. Text- und Bildband. Leipzig 1936/1937, Bd. 1, Nr. 125–127, S. 22–23, Bd. 2, Abb. 131.Bernhard Saran: Der Meister L.Cz. Ein Beitrag zur Geschichte der Spätgotik. Stettin 1938, S.29-30, Anm. 26.Eberhard Wiegand: Der Meister des Hersbrucker Altares. In: AGNM 1936–1939, S. 145.Heinrich Mayer: Die Kunst des Bamberger Umlandes, 2 Bde. (Die Kunst im alten Hochstift Bamberg und seinen nächsten Einflussgebieten 2). Bamberg 1930, 2., umgearb. und verm. Aufl. Bamberg 1952, S.48.Gerhard Betz: Der Nürnberger Maler Michael Wolgemut (1434-1519) und seine Werkstatt. Ein Beitrag zur Geschichte der spätgotischen Malerei in Franken. Phil. Diss. Freiburg i. Br. 1955, Text S. 544.Elisabeth Roth: Der volkreiche Kalvarienberg in Literatur und Bildkunst des Spätmittelalters (Philologische Studien und QQ 2). Berlin 1958, Berlin 1967 (2), S. 83f.Alfred Stange: Deutsche Malerei der Gotik. Bd. 9. München/Berlin 1958,S. 88–89, Abb. 190.Renate Baumgärtel-Fleischmann: Bamberger Plastik von 1470--1520. In: Berichte des Historischen Vereins Bamberg 104, 1968, S. 83, Anm. 321, S. 143.Alfred Stange: Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer. Bd. 3. hrsg. von Norbert Lieb, bearbeitet von Peter Strieder und Hanna Härtle. München 1978, Nr. 248, S. 109.Isolde Maierhöfer: Die Inschriften des Landkreises Haßberge (Die deutschen Inschriften 17). München 1979, S. 20f., Nr. 52.Robert Suckale: Hans Pleydenwurff in Bamberg. In: Bericht des Historischen Vereins Bamberg für die Pflege der Geschichte des Ehemaligen Fürstbistums. Nr. 120, 1984, S. S. 427– 431, Abb. 6.Michael Imhoff: Die Bamberg-Ansichten des 15. Jh. aus dem Berliner Kupferstichkabinett und ihre kunsthistorische Einordnung. In: Berichte des Historischen Vereins Bamberg 128, 1992, S. 28–29, 60;.Ingrid-Sibylle Hoffmann: Der Meister der Pollinger Tafeln. Wege der Erneuerung in der bayerischen Malerei des mittleren 15. Jahrhunderts. Weimar 2007, S. 177–179, Abb. 108.Robert Suckale: Die Erneuerung der Malkunst vor Dürer, 2 Bde. Petersberg 2009, Bd. 1, S. 13-101, bes. 34-41, 58, Abb. 2, 21, 22, 24-26, 29, 65; Bd. 2, Kat.Nr. 39, S. 124-128, Abb. 862, 864, 865.Van Eyck bis Dürer. Altniederländische Meister und die Malerei in Mitteleuropa 1430–1530. Bearb. von Till-Holger Borchert. Ausst.Kat. Groeningemuseum, Brügge. Stuttgart 2010, unter Nr. 213, S. 398 (Stephan Kemperdick).Robert Suckale: Bemerkungen zur Burgundrezeption in der Kunst Mitteleuropas zur Zeit Karls des Kühnen. In: Norberto Gramaccini, Marc Carel Schurr (Hrsg.): Kunst und Kulturtransfer zur Zeit Karls des Kühnen (Neue Berner Schriften zur Kunst 13). Berlin u.a. 2012, S. S. 170 –172, Abb. 5.Daria Dittmeyer: Gewalt und Heil. Bildliche Inszenierungen von Passion und Martyrium im späten Mittelalter (Sensus. Studien zur mittelalterlichen Kunst 5). Köln, Weimar, Wien 2014, S. 204, Taf. 45a, 45b.Daniel Hess, Dagmar Hirschfelder, Katja von Baum (Hrsg.): Die Gemälde des Spätmittelalters im Germanischen Nationalmuseum, Band I: Franken, 2 Teilbände. Regensburg 2019, Kat.-Nr. 23 (Katja von Baum, Lisa Eckstein, Beate Fücker, Dagmar Hirschfelder). Weitere Literatur.