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Permalink
Titel
Kalvarienberg
Allgemeine Bezeichnung
Gemälde, Epitaph
Inventarnummer
Gm131
Sammlung
Gemälde bis 1800
Anzahl der Teile
1
Hersteller
Hans Pleydenwurff
Herstellungsdatum
um 1456
Herstellungsort
Bamberg
Maße
173,2 x 166,0 x ca. 1,8 cm
Material und Technik
Malerei und Metallauflagen auf Tannenholz
Beschreibung
Am Fuße des Kreuzes haben sich die Anhänger und Feinde Christi in zwei dicht gedrängten Gruppen versammelt. Darüber erhebt sich der gekreuzigte Christus vor Goldgrund, flankiert von den beiden Schächern. Am Fuß des Kreuzes kniet Maria Magdalena, die den Kreuzesstamm von hinten umschlingt und zu Christus aufschaut. Links von ihr stützen Johannes und eine Frau mit weißer Haube die ohnmächtig zusammensinkende Muttergottes. Dahinter sind die Frauen von Jerusalem dargestellt. Der Dreiergruppe mit Maria entsprechen auf der rechten Seite drei weitere Hauptfiguren: der gute und der böse Hauptmann sowie eine im verlorenen Profil dargestellte Rückenfigur in Rüstung. Der gute Hauptmann in goldener Rüstung deutet auf Christus und wendet sich bewegt zu seinem in reiche burgundische Hoftracht gekleideten Gegenspieler um. Dieser hebt abwehrend die rechte Hand und zeigt einen kühl-distanzierten Gesichtsausdruck. Hinter den Figuren im Vordergrund sind eng gestaffelt die Köpfe weiterer Gefolgsleute und Schergen mit unterschiedlichsten Kopfbedeckungen zu sehen. Links vom Kreuz steht der gläubig gewordene Longinus mit Lanze und einer exotisch wirkenden, mit Gazeschleier umwickelten Wulsthaube, auf der rechten Seite ist ihm Stephaton mit Essigschwamm gegenübergestellt. Die von Lanze und Essigschwamm bewehrtem Stab erzeugte Symmetrie wird durch weitere Waffen vor dem Goldgrund verstärkt. Hinter dem Kreuz Christi ist im Hintergrund eine Landschaft durch kugelige Bäume angedeutet.
Im Vordergrund kniet der maßstäblich verkleinerte Stifter, Georg Graf von Löwenstein. Über seiner Albe trägt er eine Almutia. Dieser aus grauem Fehfell gearbeitete und mit Schwänzchen besetzte Schultermantel mit Kapuze zeichnet ihn als Kanoniker aus. Links neben dem Grafen ist sein Wappen dargestellt. Zu beiden Seiten des Stifters ist der Vordergrund durch verschiedene Pflanzen und Blumen belebt, die einen räumlichen Abstand zwischen dem Betrachter und den Akteuren des Bildes schaffen.
Vitrinentext
Die Tafel ist eines der Hauptwerke des Bamberger Malers Hans Pleydenwurffs. Im Gegensatz zur Kreuzigung aus Ebern löst er hier die drängende Menge auf. Damit werden Einzelpersonen in ihrer Aktion und Emotion stärker betont. Eindrucksvoll ist die Darstellung der trauernden Maria, die tief betroffen in sich zusammensinkt. Der Stifter des Bildes, der Bamberger Domherr Georg Graf von Löwenstein (gest. 1464), kniet unter dem Kreuz.
The panel is one of the major works of the Bamberg painter Hans Pleydenwurff. In contrast to the Ebern Crucifixion he thins out the pressing throng of people. This gives greater emphasis to individual persons, their actions and emotions. The depiction of the grieving Mary, who deeply moved by the scene sinks to the ground, leaves a strong impression. The donor of the painting, the Bamberg cathedral canon Count George of Löwenstein (d. 1464), kneels below the cross.
The panel is one of the major works of the Bamberg painter Hans Pleydenwurff. In contrast to the Ebern Crucifixion he thins out the pressing throng of people. This gives greater emphasis to individual persons, their actions and emotions. The depiction of the grieving Mary, who deeply moved by the scene sinks to the ground, leaves a strong impression. The donor of the painting, the Bamberg cathedral canon Count George of Löwenstein (d. 1464), kneels below the cross.
Literatur
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Franz von Reber/Adolf Bayersdorfer: Klassischer Bilderschatz, Bd. 1--10. München 1889--1900, Nr. 350.
Heinz Braune: Katalog der Gemäldesammlung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Nürnberg 1909, Nr. 131.
Erich Abraham: Nürnberger Malerei der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts (Studien zur deutschen Kunstgeschichte, Heft 157). Straßburg 1912, S. 36 ff.
Franz Friedrich Leitschuh: Zur Geschichte der Malerei in Würzburg im XV.--XVI. Jahrhundert. In: Monatshefte für Kunstwissenschaft, Bd. 5, 1912, S. 45. Link zur Bibliothek
Hans Buchheit: Das Bildnis des sog. Kanonikus Schönborn im Germanischen Museum in Nürnberg. In: Jahrbuch des Vereins für Christliche Kunst in München 4, 1919, S.26 ff., Abb.2. Link zur Bibliothek
Martin Weinberger: Nürnberger Malerei an der Wende zur Renaissance und die Anfänge der Dürerschule (Studien zur deutschen Kunstgeschichte, Bd. 217). Straßburg 1921, S. 19, Taf. 1.
Albrecht Dürer-Ausstellung. Bearb. v. Walther Fries. Germanisches Nationalmuseum. Nürnberg 1928, Nr. 34. Link zur Bibliothek
Ernst Buchner: Die Dürer-Ausstellung im Germanischen Museum, Nürnberg. In: Pantheon, Bd. 1, 1928, S. 286. Link zur Bibliothek
Hans Holzinger: Pleydenwurff, Hans. In: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Hrsg. von Ulrich Thieme und Felix Becker. Bd. 27. Leipzig 1933, S. 153. Link zur Bibliothek
Eberhard Lutze, Eberhard Wiegand: Kataloge des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg: Die Gemälde des 13. bis 16. Jahrhunderts. Text- und Bildband. Leipzig 1936--37, Abb. 35.
Bernhard Saran: Der Meister L.Cz. Ein Wegbereiter Albrecht Dürers in Bamberg. Bamberg 1939, S.29.
Wilhelm Pinder: Die deutsche Kunst der Dürerzeit (Vom Wesen und Werden deutscher Formen. Geschichtliche Betrachtungen 3). Leipzig 1940, S. 68.
Wilhelm Engel: Georg Graf von Löwenstein, Domherr zu Würzburg und Bamberg. In: Altfränkische Bilder und Wappenkalender 52, 1953, S. 8 –9, Abb. 7. Link zur Bibliothek
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Karl Sitzmann: Künstler und Kunsthandwerker in Ostfranken. Kulmbach 1957, S. 54
Alfred Stange: Deutsche Malerei der Gotik. Bd. 9. München/Berlin 1958, S. 88, Abb. 190
Karl Sitzmann: Künstler und Kunsthandwerker in Ostfranken. Bd. 2: Ergänzungen und Berichtigungen, Register von August Gebeßler. Kulmbach 1962.
Karl Adolf Knappe: Nürnbergs Malerei von 1440 bis 1490. In: Gerhard Pfeiffer (Hrsg.): Nürnberg. Geschichte einer europäischen Stadt, 2 Bde, Bd. 1, S.246. Link zur Bibliothek
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Michael Imhoff: Die Bamberg-Ansichten des 15. Jh. aus dem Berliner Kupferstichkabinett und ihre kunsthistorische Einordnung. In: Berichte des Historischen Vereins Bamberg 128, 1992, S. 7-73, S. 30f. Link zur Bibliothek
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Christine Hans-Schuller: Der Bamberger Dom, seine Restaurierung unter König Ludwig I. von Bayern (1826-31). Fulda 2000, S. 206, Anm. 1009.
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Peter Schmidt: Gedruckte Bilder in handgeschriebenen Büchern. Zum Gebrauch von Druckgraphik im 15. Jahrhundert (pictura et poesis 16). Köln u.a. 2003, S. 222.
Robert Suckale: Die Erneuerung der Malkunst vor Dürer, 2 Bde. Petersberg 2009, Bd. 1, S. 13-101, bes. 41-47, 104-110, 110-114, 217, Abb. 30-36, 38-41, 148, 155, 156, 158, 159, 161, 168, 356, Bd. 2, Kat.Nr. 42, S. 131-134, Abb. 866-869.
Van Eyck bis Dürer. Altniederländische Meister und die Malerei in Mitteleuropa 1430–1530. Bearb. von Till-Holger Borchert. Ausst.Kat. Groeningemuseum, Brügge. Stuttgart 2010, unter Nr. 213, S. 398 (Stephan Kemperdick), unter Nr. 218, S. 402 (Guido Messling). Link zur Bibliothek
Late Medieval Panel Paintings. Materials, Methods, Meanings. Bearb. von Till-Holger Borchert, Emma Capron, Jim Harris. Hrsg. von Susie Nash. Ausst.Kat. Gallery of Richard L. Feigen & Co., New York. London 2011, unter Nr. 2, S. 29–34, Abb. 19, 23, 25 (Susie Nash).
Thomas Noll: Malerische Innovation vor Dürer. Rezension zu „Robert Suckale: Die Erneuerung der Malkunst vor Dürer. Petersberg 2009“. In: Kunstchronik 64, 2011, S. 539.
Agnieszka Gąsior: Eine Jagiellonin als Reichsfürstin in Franken. Zu den Stiftungen des Markgrafen Friedrich d.Ä. von Brandenburg-Ansbach und der Sophie von Polen (Studia Jagellonica Lipsiensia 10). Ostfildern 2012, 84, 113.
Dagmar Hirschfelder: Dürers frühe Privat- und Auftragsbildnisse zwischen Tradition und Innovation. In: Der frühe Dürer. Hrsg. von Daniel Hess, Thomas Eser. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. Nürnberg 2012, S. 104, Abb. 4. Link zur Bibliothek
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Robert Suckale: Bemerkungen zur Burgundrezeption in der Kunst Mitteleuropas zur Zeit Karls des Kühnen. In: Norberto Gramaccini, Marc Carel Schurr (Hrsg.): Kunst und Kulturtransfer zur Zeit Karls des Kühnen (Neue Berner Schriften zur Kunst 13). Berlin u.a. 2012, S. 170 –172, Abb. 6.
Margaretha Boockmann: Schrift als Stigma. Hebräische und hebraisierende Inschriften auf Gemälden der Spätgotik (Schriften der Hochschule für jüdische Studien Heidelberg 16). Heidelberg 2013, Nr. 384, S. 427– 428.
Katharina Georgi: Illuminierte Gebetbücher aus dem Umkreis der Nürnberger Pleydenwurff-Wolgemut-Werkstatt (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte 102). Petersberg 2013, S. 156, 162, 164, Abb. 204.
Dagmar Hirschfelder: Hans Pleydenwurff. Ein Nürnberger Maler aus Bamberg. In: Von nah und fern. Zuwanderer in die Reichsstadt Nürnberg. Hrsg. von Brigitte Korn, Michael Diefenbacher, Steven M. Zahlaus. Ausst.Kat. Stadtmuseum Fembohaus, Nürnberg. Petersberg 2014, S. 80, Abb. S. 79. Link zur Bibliothek
Agnieszka Patała: Rola Norymbergi w kształtowaniu późnogotyckiego malarstwa tablicowego na Śląsku. Diss. Wrocław 2015 [unpubl.], S. 332, Abb. 21.09, 21.11.
Marco Popp, Hartmut Scholz: St. Lorenz in Nürnberg (Meisterwerke der Glasmalerei 6). Regensburg, Freiburg i.Br. 2016, S. 69. Link zur Bibliothek
Dagmar Hirschfelder: Pleydenwurff, Hans. In: AKL, Bd. 96 (2017), S. 147–149.
Dagmar Hirschfelder u.a.: Master or Assistant? Painted Alterations in the Pleydenwurff Workshop. In: Anne Dubois, Jacqueline Couvert, Till-Holger Borchert (Hrsg.): Technical Studies of Paintings: Problems of Attribution (15th–17th Centuries). Papers Presented at the Nineteenth Symposium for the Study of Underdrawing and Technology in Painting Held in Bruges, 11–13 September 2014. Paris, Leuven, Bristol 2018, S. 183 –186, 191, Abb. 13.5, 13.6. Link zur Bibliothek
Daniel Hess, Dagmar Hirschfelder, Katja von Baum (Hrsg.): Die Gemälde des Spätmittelalters im Germanischen Nationalmuseum, Band I: Franken, 2 Teilbände. Regensburg 2019, Kat.-Nr. 25 (Katja von Baum, Dagmar Hirschfelder). Weitere Literatur.
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