Hallo welt!

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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Die Heimsuchung Mariae mit einer modisch gekleideten VenezianerinGemäldeGm1594Gemälde bis 18001<results><lido:eventActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:actorInRole><lido:actor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorId">103</lido:actorID><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="preferred" xml:lang="de">Rottenhammer, Hans (1564/65-1625)</lido:appellationValue></lido:nameActorSet></lido:actor></lido:actorInRole></lido:eventActor></results>1596<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Veneto; Venedig</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<XmlDescription><BuildingId>16</BuildingId><BuildingDescription>16 Galeriebau</BuildingDescription><FloorId>2</FloorId><FloorDescription>1.OG</FloorDescription><RoomId>10</RoomId><RoomDescription>Ausstellungsraum</RoomDescription></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">H. 73,3 cm; B. 86,4 cm; Rahmenmaße: H. 101,5 cm; B. 113,5 cm; T. 5,5 cm</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Öl auf Leinwand</lido:displayMaterialsTech><lido:materialsTech/></lido:eventMaterialsTech></results>Vielleicht - mit aller Vorsicht - kann man die auf Gm 1594 dargestellte "Venezianerin", die rechts hinter Elisabeth plaziert ist, mit Rottenhammers Frau Elisabetha de Frabris, die aus der Lagunenrepublik stammte, identifizieren. Die persönlichen Familienverhältnisse Rottenhammers sind für die venezianischen Jahre nur sehr summarisch überliefert; die Eheschließung wird von Harry Schlichtenmaier (1988) bald nach der Niederlassung (zwischen 1595 und 1596) Rottenhammers in Venedig vermutet (Vgl. zur Eheschließung, Namen der Frau - Schlichtenmaier, 1988, S. 38, S. 494, Dokument 10). Aus der Ehe sollen bis 1600 in Venedig fünf Kinder hervorgegangen sein, das erste Kind soll Marina gewesen sein. Der weitgehende Versuch von Andreas Tacke, Rottenhammers Familienverhältnisse und die Namen seiner Kinder für die Deutung des Bildes heranzuziehen, werden im Ausstellungskatalog von Venedig 1999 kritisch diskutiert und als Spekulationen zurückgewiesen.; Vielleicht folgt die Komposition der "Heimsuchung" einem venezianischen Vorbild, welches jedoch noch zu benennen wäre. (Die bei Schlichtenmaier, 1988, S. 195 Anm. 495-497, genannten Vorbilder sind zu allgemein ausgefallen.); Eine Parallele zu der hier vorgestellten, sehr persönlich gehaltenen Nürnberger Fassung des biblischen Themas finden wir in dem Berliner Bild "Darstellung Christi im Tempel" (Gemälde-Nr. 26) von Andrea Mantegna (ca. 1429-1506) (freundlicher Hinweis von Heidrun Ludwig, Nürnberg). Wolfgang Prinz hat nachgewiesen, daß es sich bei den beiden Figuren am linken bzw. rechten Bildrand um die Frau des Malers, Nicolosia (ca. 1429-1475/80, Heirat am 25. 2. 1454), Tochter von Jacopo Bellini (gest. 1470/71), und um Andrea Mantegna selbst handelt: "Die Stiftung des Bildes der Darstellung Christi mit dem jungen Ehepaar Mantegna wird wahrscheinlich in die Zeit ihrer Hochzeit, in das Jahr 1454 fallen, wozu der gemalte Kopf Mantegnas im Alter gut paßt. Was es aber zu bedeuten hat, daß sich beide in der "Darstellung Christi im Tempel" finden, ließ sich aus den zeitgenössischen Kommentaren dieser Szene nicht ergründen. Trotz dieses Mangels möchte man mit Einschränkung an ein eingekleidetes Hochzeitsbild denken, ohne jedoch dafür hinreichende Beweise vorbringen zu können. Auf jeden Fall haben wir in diesem Werk das früheste bekannte Tafelbild mit den Bildnissen eines Malers und seiner Frau zu sehen". (Prinz, 1962, S.51-54) Rottenhammers "Hochzeitsbild" steht demnach ikonographisch nicht isoliert. Interessant ist nun, daß sich in der venezianischen Fondazione Querini Stampalia ein Bild (Inv.Nr. 2/29) befindet, welches Giovanni Bellini (ca. 1433-1516) zugeschrieben wird und eine um zwei Porträts erweiterte Fassung des Berliner Mantegna-Bildes darstellt. Das Abhängigkeitsverhältnis der beiden Bilder ist ungeklärt, vielleicht handelt es sich in Venedig um eine Kopie nach einer erweiterten Bellini-Kopie nach Mantegna. Sicher ist aber, daß wir in dem Bellini-Bild vier Porträts annehmen dürfen; wahrscheinlich ist ein Zusammenhang mit der Familie des Künstlers selbst herzustellen, wie es Prinz für das Berliner Mantegna-Bild nachweist. --- Paola Rossi (1980) beobachtete, daß die nach venezianischer Mode gekleidete Frau zur Rechten in ihrer Kleidung an ein Frauenporträt von Tintoretto, welches sich früher in der Sammlung Liechtenstein in Wien befand, erinnert (Abb. in Rossi, 1974, S. 153, Abb. 264); doch wird man das genannte Bild nicht als Vorbild für Rottenhammer annehmen dürfen, da die Kleidung der aktuellen Mode entsprach. - Gerade beim Nürnberger Gemälde wird eine von Carlo Ridolfi genannte Fähigkeit Rottenhammers deutlich, sich die Kunst der venezianischen Zeitgenossen, er nennt als Beispiel Palma il Giovane, anzueignen: "segui alcune volte la di lui maniera, valendosi anco tal'hora d'alcuna sua inventione" (Ridolfi, 1914-1924, Bd. 2, S. 85. - Einem venezianischen Künstler hatte man auch Rottenhammers "Ehebrecherin" in der Galleria dell' Accademia in Venedig zugeschrieben, nämlich Tintoretto.); Das Gemälde ist das früheste eindeutig signierte und datierte Bild Hans Rottenhammers. Aus dem gleichen Jahr stammt eine Zeichnung "Venus und Amor" im Frankfurter Städel (Inv.Nr. 1895), die ebenfalls - wie Gm 1594 - mit "1596 Venetia" signiert ist.; Halbfigurenbild. Dargestellt ist das biblische Ereignis nach dem Lukas-Evangelium (Lk 1, 39-40): Nachdem der Engel Gabriel Maria verkündet hatte, daß sie einen Sohn bekommen würde, ging Maria zu Elisabeth, die bis dahin unfruchtbar und nun mit Johannes dem Täufer schwanger war. Die beiden schwangeren Frauen Maria und Elisabeth umarmen sich im Bildvordergrund vor dem Tor; der Mann von Elisabeth, Zacharias, von einem Diener gefolgt, nähert sich - auf einen Krückstock gestützt - der Gruppe. "Die auffälligste Erscheinung im Bilde ist aber die junge Frau, die rechts, etwas hinter der Gruppe stehend, den Kopf leicht geneigt, die Begrüßung anteilnehmend beobachtet.Nach der ikonographischen Tradition des Themas der Heimsuchung müßte es sich um eine Dienerin handeln, die Maria auf ihrer Wanderung begleitet hat. Ihre Erscheinung aber widerspricht dieser Funktion. Während die anderen Figuren in die zeitlosen Gewänder biblischer Historie gekleidet sind, trägt sie zeitgenössische venezianische Mode in extravagantester Form: ein weißes Seidenkleid mit rotem Brokatmuster und tiefem Dekolleté, das nur andeutend durch die langen Enden eines hochgestellten, bis über den Scheitel reichenden Spitzenkragen verhüllt ist. Die blonden Haare sind über der Stirn zu zwei Hörnern geflochten, große Perlen schmücken Hals und Ohren." (Strieder, 1964)1Deutsch17.07.2008Das Gemälde des Münchner Malers entstand auf seiner Italienreise. Es zeigt die Begegnung der beiden schwangeren Frauen Maria und Elisabeth. Die Dienerin trägt extravagante venezianische Mode. Vielleicht handelt es sich um ein Bildnis der frisch angetrauten Frau des Malers. Die Tafel ist eines seiner frühesten signierten und datierten Gemälde. Er hatte sich die aktuelle Kunst der venezianischen Maler in besonderer Weise angeeignet. Diese Fähigkeit zur Anverwandlung wurde bereits von den Zeitgenossen hervorgehoben.2Englisch17.07.2008The Visitation with a Fashionably Dressed Venetian Woman. Oil on canvas. The Munich artist painted this work while traveling in Italy. It shows the meeting of Mary and Elizabeth, both of whom are pregnant. The servant is wearing extravagant Venetian fashion. Perhaps this is a portrait of the painter's newly-wed wife. The panel is one of his earliest signed and dated paintings. He had demonstrated a marked capacity to assimilate the current trends in Venetian art. This ability to adapt was noted early on by his contemporaries.Ridolfi, Carlo: Le maraviglie dell'arte (...). Venedig 1648. Hrsg. von Detlev Freiherr von Hadeln. 2 Bd., Berlin 1914--1924; hier Bd. 2, 1924, S. 85.Prinz, Wolfgang: Die Darstellung Christi im Tempel und die Bildnisse des Andrea Mantegna. In: Berliner Museen. Berichte aus den ehemaligen Preussischen Kunstsammlungen, N.F. 12, 1962, S. 50--54.Strieder, Peter: Deutsche Malerei. Vom Manierismus bis zur Romantik. Germanisches Nationalmuseum. Bd. 2, München 1964, S. 5--6, Nr. 2 mit Abb. (Dia-Bücher des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg, als Diapositiv im Klappenteil).Rossi, Peter Paola: Jacopo Tintoretto. Bd. 1: I Ritratti. Prefazione di Rodolfo Pallucchini. Venedig 1974, S. 153, Abb. 264.Germanisches Nationalmuseum. Führer durch die Sammlungen. Bearbeitet von Peter Strieder--Leonie von Wilckens. München 1977, Nr. 306 mit Abb.Strieder, Peter: Die Gemäldesammlung. In: Das Germanische Nationalmuseum Nürnberg 1852--1977. Beiträge zu seiner Geschichte. Hrsg. von Bernward Deneke--Rainer Kahsnitz. München--Berlin 1978, S. 584--606, bes. S. 605 (kurze Erwähnung).Paola Rossi: Nota per Rizzardo Locatelli e una proposta per Hans Rottenhammer. In: Arte Veneta, 34, 1980, S. 169--174, bes. S. 171--172, Abb. 8.Crosato, Luciana Larcher: Una "Susanna" di Hans Rotttenhammer. In: Pantheon, 41, 1983, S. 346--348, bes. S. 346 (tintorettesca).Schlichtenmaier, Harry: Studien zum Werk Hans Rottenhammers des Älteren (1564--1625) Maler und Zeichner, mit Werkkatalog. Diss. O.O. 1988, S. 38, 110, 219--220, Nr. G I 21 (ohne Literatur).Tacke, Andreas: Die Gemälde des 17. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum. Bestandskatalog. Mainz 1995, S. 208--210, Nr. 102 mit Abb.Renaissance Venice and the North. Crosscurrents in the time of Bellini, Dürer and Titian. Ausstellung in Venedig, Palazzo Grassi. Hrsg. von Bernard Aikema--Beverly Louise Brown. Venedig 1999, S. 658--659, Kat.Nr. 210.Tacke, Andreas: Rottenhammers Heimsuchung mit Venezianerin - Überlegungen zu einer Ikonographie des Kinderwunsches. In: Hans Rottenhammer (1564--1625) Ergebnisse des internationalen Symposiums am Weser-Renaissance-Museum Schloß Brake. Hrsg. von Heiner Borggrefe--Vera Lüpkes--Lubomir Konecny--Michael Bischoff. Marburg 2007, S. 66--72., sowie Andrew John Martin, ebenda, S. 62 (mit dem Gemälde erweist Rottenhammer Paolo Fiammingo und Palma il Giovane seine Referenz).Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Hrsg. von Daniel Hess und Dagmar Hirschfelder. (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3) Nürnberg 2010, S. 299 -- 300, 411, Abb. 262.

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