Hallo welt!

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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Bildnis eines Herrn (Christoph Pissinger?)Gemälde, PorträtGm1600Gemälde bis 18001<results><lido:eventActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:actorInRole><lido:actor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorId">513</lido:actorID><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="preferred" xml:lang="de">Seisenegger, Jakob (1505-1567)</lido:appellationValue></lido:nameActorSet></lido:actor></lido:actorInRole></lido:eventActor></results>1540 (?)<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Augsburg</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<XmlDescription><BuildingId>16</BuildingId><BuildingDescription>16 Galeriebau</BuildingDescription><FloorId>2</FloorId><FloorDescription>1.OG</FloorDescription><RoomId>07</RoomId><RoomDescription>Ausstellungsraum</RoomDescription></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">H. 93 cm; B. 70 cm; mit Anstückung</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Öl auf Leinwand</lido:displayMaterialsTech><lido:materialsTech/></lido:eventMaterialsTech></results>Im Oeuvre des als Hofmaler Kaiser Ferdinands in Innsbruck und seit 1537 vorwiegend in Wien tätigen Malers Jakob Seisenegger ist der Anteil bürgerlicher Bildnisse eher gering. Löcher identifizierte den in Manier eines italienischen Gentiluomo vor einem schillernden Seidenvorhang Dargestellten mit dem Augsburger Bürger Christoph Pissinger, dessen Bildnis Seisenegger laut Eingabe an Bürgermeister und Rat der Stadt Augsburg gegen Ende des Jahres 1540 in Augsburg malte. Pissinger fand großen Gefallen daran. Noch ehe der Preis entrichtet war, erkrankte er und starb. Die Freunde und Erben, darunter die Herren Jakob und Hans Welser und Pissingers Schwager Simon Seple weigerten sich, das Porträt zu dem ausgemachten Preis zu übernehmen. Der Künstler, im Begriff, an den kaiserlichen Hof zu ziehen, suchte sein Recht bei Bürgermeister und Rat der Stadt Augsburg (ohne Datum, Anfang 1541, Stadtarchiv Augsburg, Malerakten 1/17; abgedruckt bei Löcher 1962, S. 62/I, dazu Kat. Nr. 55). Das Ergebnis der Eingabe ist nicht bekannt. --- Die Darstellung des Sitzenden war in der älteren Kunst Herrschern und Richtern vorbehalten (Harald Keller: die Entstehung des Bildnisses am Ende des Hochmittelalters. In: Römisches Jahrbuch für Kunstgeschichte, Bd. 3, 1939, S. 227-354). Das Würde-Motiv setzte sich seit dem beginnenden 16. Jahrhunderts, von Italien ausgehend, in der Porträtmalerei durch. Prominente Beispiele sind Leonardos Mona Lisa und Raffaels Papstbildnisse. Auch Seiseneggers Bildnis eines Augsburger Herrn macht die Sitzgelegenheit als solche kenntlich. --- Zur Voraussetzung der Kenntnis oberitalienisch-venezianischer Bildnismalerei beim Maler des Bildnisses s. Löcher 1982. --- 2012 publizierte Löcher ein im englischen Kuntshandel aufgetauchtes Bildnis von Conrad Hall, 1545, das dem Bildnis im Germanischen Nationalmuseum folgt. Der Dargestellte stammte aus Stuttgart, lässt sich dort jedoch archivalisch nicht nachweisen.siehe Anna Bartl. In: Kurt Löcher: Die Gemälde des 16. Jahrhunderts. Germanisches Nationalmuseum Nürnberg. Stuttgart 1997, S. 479.Bildnis von Herrn Chrisoph Pissinger: Hüftbild, annähernd frontal. Der Dargestellte sitzt in einem Lehnstuhl vor einem grünen Seidenvorhang. Er hat graublaue Augen, dunkelblondes Haar und Bart. Er trägt eine schwarze Schaube mit breitem braunem Pelzkragen, ein schwarzes Barett mit weicher Krempe und breitem Kopfteil, über dem schwarzen Wams eine goldene Ankerkette. In seiner beringten linken Hand Handschuhe. Grauer Grund. - Bildinschrift oben links.1Deutsch18.07.2008Seisenegger war fast ausschließlich als Porträtmaler tätig. 1531 wurde er Hofmaler König Ferdinands I. Komposition und Farbigkeit des Bildes setzen oberitalienische Vorbilder voraus. Die Würdeformel des sitzend Dargestellten hat seinen Ursprung ebenfalls in Italien.2Englisch18.07.2008Portrait of a Man (Christoph Pissinger?). Oil on canvas. Seisenegger worked almost exclusively as a portrait painter. In 1531 he became the court painter to King Ferdinand I. The composition and color range imply Upper Italian prototypes. The seated figure as a mark of distinction also has its origins in Italy.Löcher, Kurt: Jakob Seisenegger. Hofmaler Kaiser Ferdinands I. In: Kunstwissenschaftliche Studien, Bd. 31. München 1962, S. 11, 42--43, Kat.Nr. 63, Abb. 22.Löcher, Kurt: Studien zur oberdeutschen Bildnismalerei des 16. Jahrhunderts. In: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg, 4, 1967, S. 46.Welt im Umbruch. Ausst.Kat. Bearbeitet von Kurt Löcher. Augsburg 1980, Kat.Nr. 476 und Abb.Kranz, Kurt: Bildnisse des 16. bis 18. Jahrhunderts. Person und Persönlichkeit. In: Das Schatzhaus der deutschen Geschichte. Das Germanische Nationalmuseum. Unser Kulturerbe in Bildern und Beispielen. Hrsg. von Rudolf Pörtner. Düsseldorf/Wien 1982, S. 548--549.Kranz, Kurt: Die Gemälde des 16. Jahrhunderts. Germanisches Nationalmuseum Nürnberg. Stuttgart 1997, S. 478--479.Kranz, Anette: Christoph Amberger - Bildnismaler zu Augsburg. Städtische Eliten im Spiegel ihrer Porträts. Regensburg 2004, S. 90--91 und Abb. 24.Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Hrsg. von Daniel Hess und Dagmar Hirschfelder. (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3) Nürnberg 2010, S. 214, 401, Abb. 175.Kurt Löcher: Jakob Seisenegger, Hofmaler Kaiser Ferdinands I. - Neue Funde und Stand der Forschung. In: Münchner Jb. der bildenden Kunst. 3. Folge, Band 63, 2012, S. 123, Abb. 23.

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