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Hallo welt!

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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Bauernhof mit schwarzem HimmelGemäldeGm1922Kunst u. Kunsthandwerk 20. u. 21. Jh.1<results><lido:eventActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:actorInRole><lido:actor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="Person"><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorId">41664</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="GND">https://d-nb.info/gnd/118597728</lido:actorID><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="preferred" xml:lang="de">Radziwill, Franz</lido:appellationValue></lido:nameActorSet><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="alternate">Radziwiłł, Franz</lido:appellationValue></lido:nameActorSet><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="alternate">Radziwill, Johann Franz Wilhelm Eduard</lido:appellationValue></lido:nameActorSet><lido:vitalDatesActor><lido:earliestDate lido:type="geschätztes Datum">1895-02-06</lido:earliestDate><lido:latestDate lido:type="geschätztes Datum">1983-08-12</lido:latestDate></lido:vitalDatesActor><lido:genderActor xml:lang="de">männlich</lido:genderActor></lido:actor><lido:roleActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:conceptID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorRoleId">7</lido:conceptID><lido:conceptID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="GND">https://d-nb.info/gnd/4037215-7</lido:conceptID><lido:conceptID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri">http://lod.gesis.org/thesoz/concept_10050159</lido:conceptID><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="de">Maler*in</lido:term><lido:term lido:pref="alternate">Kunstmaler</lido:term></lido:roleActor></lido:actorInRole></lido:eventActor></results>um 1927Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">mit Rahmen: H. 69,7 cm; B. 79 cm; T. 2 cm; T. mit Haken: 4 cm</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Öl auf Holz</lido:displayMaterialsTech><lido:materialsTech/></lido:eventMaterialsTech></results>Radziwills Gemälde "Bauernhof mit schwarzem Himmel" entstand 1927, also in der Zeit, in der er in der Auseinandersetzung mit den Traditionen der Landschaftsmalerei seinen eigenen künstlerischen Standpunkt formulierte. Die dünenartigen Bodenformationen im Bildvordergrund verweisen ebenso wie die Häuser mit den hochgezogenen Kaminen auf den Ort Dangast, den Radziwill in seinen Gemälden oft als "Modell" verwandt hat. Der Himmel stürzt geradezu auf die Landschaft herab. Unter seiner dumpfen Schwärze scheint das Leben zu ersticken. Das die Häuser beinahe bedrohlich umwuchernde Buschwerk scheint kaum den frischen Duft der Natur zu verströmen. Vielmehr assoziieren die verwaschenen Farben und die ausgefransten Konturen eher den modrigen Geruch von Fäulnis und Zerfall, der auch schon die Häuser der Menschen beschlichen hat. In ihren Fenstern zeigt sich kein Lebewesen, und das helle Licht, das auf die Fassaden fällt, erinnert weniger an warmes Sonnenlicht als an das stechende Licht eines Blitzes, das die nächtliche Szenerie unheimlich beleuchtet. Die blinden Fenster der Häuser blicken auf einen breiten Weg, der wie mit herab gefallenen Blütenblättern mit roten Farbtupfern übersät ist. Auf diesem Weg erscheint winzig klein die Gestalt eines Mannes. Er schreitet weit aus und hält den Kopf gesenkt, als ob er gegen Wind zu kämpfen hätte. Das Blau seiner Kleidung wiederholt sich grell in den Lichtreflexen, die wie verglimmende Funken über einer Baumreihe aufblitzen. Es schafft zugleich eine Verbindung zu dem Blau über den Türmen einer Stadt, deren Ansicht ganz weit im Hintergrund wie aus der nächtlichen Szenerie herausgeschnitten erscheint. In der alten Farbsymbolik ist Blau die Farbe des Himmels, die Farbe des Paradieses, und so erinnert der Anblick der Stadt an Darstellungen des "himmlischen Jerusalems", das man in spätmittelalterlichen Gemälden häufig zitiert findet. In Radziwills Gemälde erscheint diese Stadt wie eine ferne Vision, weit hinter dem Ende des langen, gewundenen Weges. (Aus: Peters, Ursula: Franz Radziwill: Bauernhof mit schwarzem Himmel. In: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg 1991, S. 350)1Deutsch2002 von Ursula PetersAls "magischer Realist" wendet sich Radziwill in den zwanziger Jahren der Landschaft zu, wobei er sich mit der Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts auseinandersetzt. Während der Himmel dort die silbrige Weite von Küstenlandschaften assoziiert, stürzt er bei Radziwill schwarz auf die Landschaft herab. Die Finsternis wird wie durch einen Blitz taghell erleuchtet. Man sieht eine Figur auf einem langen gewundenen Weg. Er führt an Häusern vorbei, die mit ihren schwarzen Fensteröffnungen verlassen wirken. . Radziwill zeigt in seinen Bildern eine dem Menschen entfremdete Natur. In seinen späteren Gemälden wuchern technische Konstruktionen in den Landschaftsraum und statt der Gestirne sieht man oftmals Flugzeuge am Himmel. Auf seiner Suche nach der "wahren Landschaft" entwickelt Radziwill Visionen von Bedrohung und Zerstörung, die er im Ersten Weltkrieg und der anschließenden Zeit wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unsicherheit als Realität erlebt.2Deutsch18.1.2024 Tilo GrabachIn den 1920er Jahren beginnt Radziwill, sich mit altmeisterlicher Landschaftsmalerei zu beschäftigen. Er schildert die Himmel seiner Gemälde jedoch dunkel, ja fast schwarz. Statt Weite strahlen sie Enge und Bedrohung aus. Wie während eines Gewitters scheint der Bauernhof durch einen Blitz grell erleuchtet und von Naturgewalten bedroht. Die spannungsreich aufgeladene Atmosphäre, die er durch übertriebene Genauigkeit und eine hohe Farbintensität erzeugt, macht ihn zu einem frühen Vertreter des Magischen Realismus.3Englisch18.1.2024 Tilo GrabachIn the 1920s, Radziwill began to explore old-masterly landscape painting. However, he depicted the skies in his paintings as dark, almost black. Instead of vastness, they radiate narrowness and menace. As if during a thunderstorm, the farm seems to be brightly lit by lightning and threatened by the forces of nature. The tension-filled atmosphere, which he creates through exaggerated accuracy and a high intensity of colour, makes him an early representative of Magical Realism.Franz Radziwill. Ausst.Kat. Staatliche Kunsthalle Berlin/Landesmuseum Oldenburg/Kunstverein Hannover. Berlin 1982, Farb-Abb. 23, Kat. Nr. 37.Peters, Ursula: Franz Radziwill: Bauernhof mit schwarzem Himmel. In: Monatsanzeiger des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg, Nr. 101, Aug. 1989, S. 805--806.Peters, Ursula: Franz Radziwill: Bauernhof mit schwarzem Himmel. In: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg 1991, S. 348--350.Moderne Zeiten. Die Sammlung zum 20. Jahrhundert (Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Bd. 3). Nürnberg 2000, S. 178--179.Franz Radziwill. Blick nach Holland. Ausst.Kat. Franz Radziwill Haus. Dangast 2005, S. 176, Abb. S. 129.Radziwill, Franz. In: AKL Online, Dok-ID: _00135577 (16.06.2011).