Beschreibung
Ernst Weil gelingt es, mit Hilfe von abstrakten Linien und Flächen den Eindruck einer technischen Konstruktion in Bewegung zu erzeugen. Blaue und grüne L-förmige Linien entlang der optischen Mittelachse suggerieren in ihrer Wiederholung das Schwingen konstruktiver Teile vom Bildzentrum aus und werden durch Farbflächen in gebrochenen Blau- und Brauntönen verdichtet. Der Eindruck von Bewegung wird zusätzlich durch orangefarbige Pinselstriche gesteigert, die im lockeren All-Over über die gesamte Bildfläche verteilt sind. Im oberen Drittel werden die Zeichen direkt auf die Grundierung der Leinwand gesetzt. Der übrige Fond nimmt in seinem hellen Grauton Bezug auf die Grundierung. Dieses technoid anmutende Gebilde, dessen Assoziation Weil selbst im Titel mit dem Schifferschaukel in Bewegung vergleicht, wird über weitere Farbflächen am Bildrand in das Format eingebunden. Die Umschreibung des unteren rechten Randes mit einer gelben Fläche wird durch eine, dem Flächenumriss folgende gelbe Linie gegliedert und findet seine Entsprechung in der ebenfalls winkelförmigen gelben Linie am oberen Bildrand.