Hallo welt!

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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Votivbild des Stephan I. PraunGemälde, VotivbildGm196Gemälde bis 18001<results><lido:eventActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:actorInRole><lido:actor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorId">577</lido:actorID><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="preferred" xml:lang="de">Lautensack, Paul zugeschr.</lido:appellationValue></lido:nameActorSet></lido:actor></lido:actorInRole></lido:eventActor></results>1511<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Nürnberg oder möglicherweise Bamberg</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">H. 84,8 cm, B. 51, 7 cm - (Schrifttafel: H. 11 cm, B. 65 cm)</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Malerei auf Lindenholz (Tilia sp.) - (Schrifttafel aus Kiefernholz)</lido:displayMaterialsTech><lido:materialsTech/></lido:eventMaterialsTech></results>Das Gemälde bietet ein frühes Beispiel und das Muster eines Votivbildes, das aus Dank für Hilfe in Not und zusammen mit einem Geldgeschenk in eine Kirche - hier in die Kapelle der Mendelschen Zwölfbruderstiftung - gestiftet wurde.siehe Anna Bartl. In: Kurt Löcher: Die Gemälde des 16. Jahrhunderts. Germanisches Nationalmuseum Nürnberg. Stuttgart 1997, S. 307.; Der Maler hielt sich bei der Geburt Christi an die plastische Gruppe vom alten Hochaltar der Mendelschen Kapelle (Standort des Votivbildes!), wo die Szene in eben dieser Weise mit Maria im Wochenbett und Joseph an der Haspel wiedergegeben ist. Der Altar wurde 1724 ersetzt. Die Gruppe aus gebranntem Ton stand noch 1801 in der Sakristei der Kapelle (Murr 1801, S. 151) und ist seither verschollen. Ein "Mühl fe" bezeichneter Kupferstich vom Goldschmied Hans Reinhold Mühl (1631-1692) oder seinen Vater Reinhold Mühl (1581-1634) zeigt den Altar an seinem ursprünglichen Standort (Vgl. Christian Gottlieb Müller: Verzeichnis der Nürnbergischen topographisch-historischen Kupferstiche und Holzschnitte. Nürnberg 1791, S. 158. Ein Exemplar des Stiches in Nürnberg, Museen der Stadt Nürnberg, Graphische Slg. Nor. K. 2247.) - Für die Darstellung der Muttergottes mit dem die Stirn verhüllenden Kopftuch gab vielleicht Hans Schäufeleins Holzschnitt des Jüngsten Gerichts aus Ulrich Pinders "Speculum passionis", Nürnberg 1507, die Anregung. - Bei den Pferden der venezianischen Söldner orientierte sich der Maler womöglich an Albrecht Dürers Holzschnitt der "Vier apokalyptischen Reiter", B.64, von 1496/98. - Es ist denkbar, dass der Maler die Darstellung eines "Holk vor der Stadt Köln" aus der "Schedelschen Weltchronik" von 1493 kannte und sein Schiff ensprechend malte, denn beiden Darstellungen ist ein Fehler zueigen: Es fehlt den Schiffen das an das Heck gehängte Ruder. (Weitere Darstellungsfehler des Schiffs auf Gm 196: s. Löcher 1997); nach Moll ist das Schiff wegen der Riemen durch die Seitenöffnungen die mißverstandene Darstellung eines Binnenländers (Achilles-Syndram 1994, S. 232, Nr. 248). Außerdem erinnert die Wiedergabe des Schiffs lt. Löcher an den sog. Schreyer-Altar (Schwäbisch Gmünd, Hl. Kreuzkirche) eines Dürer-Mitarbeiters (Strieder 1993, Kat.Nr. 121 mit Abb. Vgl. auch Gm 191, Gm 192, Meister des Schreyer-Altars), doch ist das Votivbild zügiger gemalt.; Die Stelle des Votivbildes vertrat im Praunschen Kunstkabinett eine Kopie (vgl. Nürnberg, Stadtarchiv, Familienarchiv von Praun, E 28 II, Nr. 111, Bd. 3, S. 341-342; mitgeteilt bei Achilles-Syndram 1994, S. 232, Nr. 248). Diese wird erstmals und allein im Inv. von 1791, Nr. 255, genannt: "Copie einer taffel,welche in der capelln gegen der zwölff brüder bey der Carthaußen uber hengt, darauf des Stephan Prauns des ersten gelübtnuß auf holz gemahlt. 2 schuh 9 zoll hoch, 1 schuh 9 zoll breit." Bereits 1878 ließ sich dieses Bild nicht mehr nachweisen.; Ein Schiff in Seenot mit verzweifelter Besatzung. Am Strand kniet Stephan Praun, die Hände zu einem Bittgebet erhoben. Das Allianzwappen zeigt sein Wappen und die Hausmarke seiner ersten Ehefrau, Anna Gall. Rechts zu Pferde sieht man venezianische Söldner mit bunten Wimpeln an Lanzenschäften. Oben über den Wolken ist die Geburt Christi dargestellt. Maria sitzt aufrecht im Bett, das Kind liegt von Ochse und Esel bewacht in der Krippe, Joseph wickelt Garn von der Haspel zu einem Knäuel. Auf einer eigenen Tafel unter dem Gemälde ist die originale, aber erneuerte Inschrift angebracht. Sie teilt mit, dass Prauns Gebete erhört wurden und dass er und sein mit Waren beladenes Schiff dem Seesturm und den feindlichen Venzianern entkamen. -- Wappen Praun: In Weiß ein schräger, gestümmelter brauner Lindenast mit 3 (rechts1, links 2) herzförmigen roten Blättern. - Geschnitzter vergoldeter Rahmen mit dem Praunschen Wappen aus der ersten Hälfte des 18. Jh. wohl von dem in Nürnberg tätigen Bildhauer Johann Leonhard Bromig (Promig) I (gest. 1740) oder seinen Sohn Johann Leonhard II (gest. 1768).Kurt Löcher: Germanisches Nationalmuseum. Die Gemälde des 16. Jahrhunderts. Stuttgart 1997, S. 306-309 mit älterer Literatur.Karl V., Ausst. Kat. Bonn/Wien 2000, Nr. 191.Helden Märtyrer Heilige. Wege ins Paradies. Hrsg. von Daniel Hess, Markus Prummer. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum. Nürnberg 2019, Kat.-Nr. 35.Nürnberg GLOBAL 1300-1600. Hrsg. von Benno Baumbauer, Marie-Therese Feist und Sven Jakstat. Berlin/Boston 2025, S. 150-151, Kat.Nr. 23 (Benno Baumbauer).