Vitrinentext
Thomas Ring, der aus Nürnberg stammt, setzt sich während seines Kunststudiums in Berlin mit Expressionismus, Futurismus und Kubismus auseinander. 1915 begegnet er dem Berliner Galeristen und Verleger Herwarth Walden. Dieser wird ein wichtiger Mentor seines künstlerischen und literarischen Schaffens. Ring zählt bald zum engen Kreis der Künstler von Waldens "Sturm" Galerie. Sie wollen nach der Erfahrung des Ersten Weltkrieges universelle Perspektiven entwickeln. Rings abstrakte Arbeiten thematisieren ein "dialogisches Prinzip", mit dem sich "die unausgesprochenen Gedanken des Weltorganismus begreifen lassen". Seine Kompositionen zielen darauf ab, mit "Linie und Gegenlinie" die "Einheit aller Gegensätze" zu vergegenwärtigen. Wichtige Impulse erhält Ring durch die künstlerischen Theorien von Kasimir Malewitsch.