© Erwin Pfrang1 Deutsch 18.09.2026 Das Gemälde regt zur Auseinandersetzung mit dem Tod und unterschiedlichen Jenseitsvorstellungen an. Ob der selbst leblos wirkende Erwachsene das tote Kind nicht loslassen kann, es wie der altägyptische Gott Anubis ins Jenseits geleitet oder selbst den Tod verkörpert, bleibt offen. Entschlüsselbarkeit intendiert Pfrang für seine vielschichtigen Kunstwerke nicht. Hier zeigt die Gegenüberstellung mit einer Tonplastik (um 1420), dass die Komposition des Gemäldes Pietà-Darstellungen stark ähnelt. 2 Englisch 18.09.2026 The painting encourages viewers to reflect on death and various conceptions of the afterlife. Whether the adult—who appears lifeless himself—cannot let go of the dead child, guides it into the afterlife like the ancient Egyptian god Anubis, or embodies death himself remains open to interpretation. Pfrang does not intend his multi-layered artworks to be easily deciphered. Here, the juxtaposition with a terracotta sculpture (around 1420) shows that the composition of the painting closely resembles depictions of the Pietà. Erwin Pfrang. Das Gedächtnis der Hand, München. Bearb. von Carla Schulz-Hoffmann. Ausst. Kat. Galerie Jahn und Jahn. München 2021, S. 19, S. 51 (Abb.).Höchstötter, Judith. „Erwin Pfrang: Colui che seppelisce i suoi morti / Der seine Toten begräbt“. In Body. Aspekte des Körperlichen. Werke aus der Sammlung Spengler, herausgegeben von Tilo Grabach und Judith Höchstötter, Kat.Nr. 157. Verlag des Germanischen Nationalmuseums, 2026. Ausstellungskatalog, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg.
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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Colui che seppelisce i suoi morti / Der seine Toten begräbtGemäldeGm2584Kunst u. Kunsthandwerk 20. u. 21. Jh.1<results><lido:eventActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:actorInRole><lido:actor lido:type="Person"><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorId">46409</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="GND">https://d-nb.info/gnd/120188821</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="alternate" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="AKL (aow)">https://aow.degruyter.com/artist/_42001650</lido:actorID><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="preferred" xml:lang="de">Pfrang, Erwin</lido:appellationValue></lido:nameActorSet><lido:vitalDatesActor><lido:earliestDate lido:type="geschätztes Datum">1951.10.23 München</lido:earliestDate></lido:vitalDatesActor><lido:genderActor xml:lang="de">männlich</lido:genderActor></lido:actor></lido:actorInRole></lido:eventActor></results>2004Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements>H: 120,0 cm; B: 100,0 cm; T: 3,0 cm (mit Montagen)</lido:displayObjectMeasurements></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Mischtechnik auf Leinwand</lido:displayMaterialsTech></lido:eventMaterialsTech></results>Porträt eines stehenden Mannes, der horizontal vor sich eine Totenbahre mit einem männlichen Kinderleichnam hält. Das verstorbene Kind ist auf opulent drapierten, weißen und bunten Tüchern gebettet. Die Perspektive ist dabei so gewählt, dass der Betrachter mit dem Toten in Aufsicht konfrontiert wird. Letzterer hält in seiner Hand ein teddybärähnliches grünes Spielzeug. Auf der nackten Brust des Kindes liegen außerdem weitere kleine Gegenstände, bei denen es sich eventuell um Spielzeugpuppen handeln könnte. Augrund seines fahlen Inkarnats und der sehr knöcherig dargestellten Hände wirkt der Träger lebloser als der Leichnam. Sein Blick ist frontal auf den Betrachter gerichtet. Seine Silhouette, aufrecht stehendend mit dem Leichnam horizontal vor sich, erinnert an die Form eines Kreuzes, was der Szene einen religiösen Charakter verleiht. Sie scheint sich in einem Kinderzimmer zu ereignen. Der Innenraum wird von zwei Möbelstücken – einer Kommode aus Holz sowie einer kleinen roten Bank mit Schubladen – angedeutet. Auf der Bank sitzt dabei ein weiteres puppenähnliches Objekt. Es ist merkwürdig verstümmelt, hat einen überproportional großen Kopf und das Gesicht eines erwachsenen Mannes. Die expressive Malweise des Gemäldes – ein deutlich sichtbarer Pinselduktus sowie das Gegenspiel kräftiger und sehr gedeckter, trister Farben – betont die Tragik der gesamten Szene. Besonders ins Auge fällt der starke Fokus auf die Körperlichkeit der beiden wenig bekleideten Dargestellten, welcher charakteristisch für das Œuvre Erwin Pfrangs ist. Das Gemälde ist zweisprachig, italienisch und deutsch, bezeichnet. Zum Entstehungszeitpunkt im Jahr 2004 lebte Pfrang, der bereits wiederholt einige Jahre in verschiedenen Gegenden Italiens verbracht hatte, im sizilianischen Catania.