© Erwin Pfrang

Hallo welt!

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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Strada Merilor, CălăraşiGemäldeGm2586Kunst u. Kunsthandwerk 20. u. 21. Jh.1<results><lido:eventActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:actorInRole><lido:actor lido:type="Person"><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorId">46409</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="GND">https://d-nb.info/gnd/120188821</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="alternate" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="AKL (aow)">https://aow.degruyter.com/artist/_42001650</lido:actorID><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="preferred" xml:lang="de">Pfrang, Erwin</lido:appellationValue></lido:nameActorSet><lido:vitalDatesActor><lido:earliestDate lido:type="geschätztes Datum">1951.10.23 München</lido:earliestDate></lido:vitalDatesActor><lido:genderActor xml:lang="de">männlich</lido:genderActor></lido:actor></lido:actorInRole></lido:eventActor></results>2013Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements>H:130,5 cm; B: 100,5 cm; T: 3,0 cm (mit Montagen)</lido:displayObjectMeasurements></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Mischtechnik auf Leinwand</lido:displayMaterialsTech></lido:eventMaterialsTech></results>Erwin Pfrang: Strada Dacia, Călăraşi, 2012/13Bestattungsszene auf einer ländlich wirkenden Straße in Călăraşi (Rumänien). Im Vordergrund, frontal vor dem Betrachter, ist auf der unbefestigten Straße ein Leichnam aufgebahrt, um den herum eine Trauergemeinde, darunter ein orthodoxer Priester in liturgischem Gewand steht. Einer der Anwesenden hält neben dem Kopf des Verstorbenen eine Christusikone in der rechten Hand. Er und weitere Trauernde halten außerdem kleine Kerzen in den Händen. Einerseits scheint die Aufmerksamkeit aller Menschen auf die Bestattung gerichtet zu sein, da alle Blicke in Richtung der Szene gehen. Doch wenn auch die überwiegend gedeckte Farbpalette die gesamte Straße in eine düstere Stimmung hüllt, scheint das Leben auf der Straße andererseits nicht still zu stehen. So lenkt ein Mann einen Pferdekarren, ein anderer fährt oberkörperfrei Fahrrad. Ein Junge in kurzer Hose sitzt am Boden und beschäftigt sich mit einer Taube, die auf seinem Bein sitzt. Einige weitere Personen halten sich in kleinen Grüppchen stehend oder sitzend auf der Straße auf. Die Komposition des Gemäldes erinnert stark an eine weitere Straßenszene aus dem Œuvre Pfrangs: Strada Dacia, Călăraşi (2012/2013). Nicht nur handelt es sich auch bei letzterem um eine Straßenszene mit einer Trauergemeinde im Vordergrund, Pfrang übernimmt für seine Strada Merilor zahlreiche Kompositionselemente aus dem früher entstandenen Werk. Zahlreiche Protagonisten finden sich mit leichten Abwandlungen und stellenweise unterschiedlich gruppiert und in abweichenden Größenverhältnissen in beiden Werken. Ein Vergleich der beiden Werke macht deutlich, dass Pfrang mit den Größenverhältnissen der Dargestellten spielt und so einzelne Protagonisten hervorhebt. Auffällig ist, welchen starken Fokus Erwin Pfrang auf die Körperlichkeit der Dargestellten legt. Pfrang, der selbst zeitweise im süditalienischen Catania lebte, pflegte enge Kontakte zur dort ansässigen Minderheit der Roma. Über persönliche Kontakte verbrachte er so als Gast mehrere Wochen im Ghetto der Roma in Călăraşi, einer südostlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest gelegenen Kleinstadt. Mit seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit den Roma steht Pfrang in der Tradition Otto Muellers.1Deutsch18.09.2026Pfrang lebte zeitweise im sizilianischen Catania und pflegte Kontakte zur dortigen Roma-Minderheit. Auf Einladung verbrachte er mehrere Wochen in einer Roma-Nachbarschaft im rumänischen Călăraşi. Die Darstellung des Totenrituals auf offener Straße basiert in Teilen auf dort gesammelten Eindrücken. Anders als Otto Mueller (1874–1930), der die Lebensumstände von Roma romantisierte, beschönigt Pfrang das Geschehen nicht. Wie allerdings seine Kontakte zu den Roma wahrgenommen wurden, vermögen nur die Beteiligten zu sagen. 2Englisch18.09.2026Pfrang lived for a time in Catania, Sicily, and maintained contacts with the local Romani community. At their invitation, he spent several weeks in a Romani neighborhood in Călăraşi, Romania. His depiction of the funeral ritual taking place in the open street is based in part on impressions he gathered there. Unlike Otto Mueller (1874–1930), who romanticized the living conditions of the Roma, Pfrang does not sugarcoat what he witnessed. However, only those directly involved can say how his interactions with the Roma were perceived.Erwin Pfrang. "Gedacht durch meine Augen". Bearb. von Daniel J. Schreiber. Ausst. Kat. Buchheim Museum Bernried am Starnberger See. München 2019, S. 26f.Otto Mueller. Gegenwelten. Sinti und Roma in der historischen Fotografie. Bearb. von Nicole Fritz. Ausst. Kat. Kunstmuseum Ravensburg 2014/2015. Heidelberg 2014.Höchstötter, Judith. „Erwin Pfrang: Strada Merilor, Călăraşi“. In Body. Aspekte des Körperlichen. Werke aus der Sammlung Spengler, herausgegeben von Tilo Grabach und Judith Höchstötter, Kat.Nr. 158. Verlag des Germanischen Nationalmuseums, 2026. Ausstellungskatalog, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg.