Hallo welt!
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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Maria Theresia Josepha Gräfin von Fries mit ihren ältesten KindernGemälde, FamilienporträtGm986Kunst u. Kunsthandwerk 19. Jh.<results><lido:eventActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:actorInRole><lido:actor lido:type="Person"><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorId">2477</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="GND">https://d-nb.info/gnd/130075248</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="alternate" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="DBPedia">https://dbpedia.org/resource/Josef_Abel</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="alternate" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="VIAF">http://viaf.org/viaf/28167889</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="alternate" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="ISNI">https://isni.org/isni/0000000066865489</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="alternate" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="Wikidata">http://www.wikidata.org/entity/Q700345</lido:actorID><lido:actorID lido:pref="alternate" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="LOG">http://id.loc.gov/rwo/agents/nr89015714</lido:actorID><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="preferred" xml:lang="de">Abel, Josef</lido:appellationValue></lido:nameActorSet><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="alternate">Abel, Joseph</lido:appellationValue></lido:nameActorSet><lido:vitalDatesActor><lido:earliestDate lido:type="geschätztes Datum">1764-08-22</lido:earliestDate><lido:latestDate lido:type="geschätztes Datum">1818-10-04</lido:latestDate></lido:vitalDatesActor><lido:genderActor xml:lang="de">männlich</lido:genderActor></lido:actor></lido:actorInRole></lido:eventActor></results>1811<XmlDescription><BuildingId>12</BuildingId><BuildingDescription>12 Südwestbau</BuildingDescription><FloorId>4</FloorId><FloorDescription>3.OG</FloorDescription><RoomId>01</RoomId><RoomDescription>Sammlung</RoomDescription></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements>Rahmen: H. 230,0 cm; B. 189,0 cm; T. 17,0 cm;Gemälde: H. 199,0 cm; B. 158,4 cm;</lido:displayObjectMeasurements></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Öl auf Leinwand</lido:displayMaterialsTech></lido:eventMaterialsTech></results>Vorderseite: feines Craquelee auf gesamter Maloberfläche, kleinere Fehlstellen und Aussprünge, links oben im Himmel.Das streng in zwei Bildebenen des Vorder- und Hintergrundes gegliederte ganzfigurige Familienbild zeigt die Gräfin Fries mit dreien ihrer Kinder. Auf einer parallel zum Betrachter befindlichen, marmornen Parkbank sitzend wird Gräfin von Fries, rechts von zwei Mädchen, links durch den Knaben, umgeben. Den Hintergrund bildet einen stark luftperspektivisch gemalte idealische Hügellandschaft, links ein Laubwald, rechts laut Röttgen die leicht veränderte Villa Chigi in Arricia. Diese Hintergrundgestaltung betont durch den hinter dem Hals der Gräfin zentrierten See, die monumentalisierte Erscheinung der Figur. Die Gräfin ist in ein schlichtes, faltenreiches, weißes Empire-Kleid gekleidet, ähnlich jenem, in dem sie schon Gerard darstellte und dessen einziger Schmuck in einer weißen Palmettenstikerei am Saum besteht. Mit der linken Hand umfasst sie die Taille des auf der Bank stehenden Mädchens, das ihr mit einer momentanen Geste an den Hals greift, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Der Blick der Mutter, Kopf im Halbprofil und dem Mädchen zugewandt, geht jedoch unfixiert an diesem vorbei. Der rechte Unterarm der Gräfin ist mit einer klassizistischen Pathosgebärde nach oben gehoben, die Hand hält eine Pomeranzenfrucht. Links neben der Mutter stürmt der Knabe, halb verborgen in den Falten des blaßlila Überwurfes seiner Mutter, von hinten vor. Rechts, vor der Bank, auf dem Boden stehend, den Arm auf dem Knie der Mutter abgestützt, blickt das ältere der beiden Mädchen den Betrachter en face an. Die Mädchen sind wie ihre Mutter in schmucklose, weiße Gewänder gekleidet, was unter den weiblichen Figuren eine formale Einheitlichkeit herstellt. Lediglich die kräftig roten Schuhe der Kinder setzt ein Akzent im Gegensatz zu den hell-weißen der Mutter. Der Knabe, in helles Rot gekleidet, ist durch den einseitig herabhängenden Umhang in die Szene miteinbezogen. Das Kolorit der Figuren ist klassizistisch kühl, das Inkarnat erscheint ätherisch hell, was durch aufgesetztes Rouge noch verstärkt wird. Insgesamt ist eine Diskrepanz in der Schilderung der Kinder und ihrer Mutter festzustellen. Die spielerisch, natürlichen Bewegungen der Kinder finden in der Haltung der Gräfin keine Entsprechung. Ihr Sitzmotiv und die voreinander gestellten Füße in Verbindung mit dem erhobenen Arm gehen eindeutig auf Michelangelos Jesaias in der Sixtina zurück. (Abel hat während seines Romaufenthaltes zahlreiche Skizzen nach Michelangelo angefertigt, um sie in seinen späteren Historienbildern zu verwenden.) Das Gemälde ist das Bild einer Übergangsepoche: neue bürgerliche Empfindsamkeit vermischt sich mit klassizistischen Bedeutsamkeit. Es enthält verschiedene ikonographische Bezüge von allegorischen und symbolischen Bildmotiven. Der Knabe unter dem Mantel erinnert an das Schutzmantelmotiv, der blühende Rosenstrauch neben ihm an das Mariensymbol, und schließlich die isoliert hochgehobene Pomeranze an das Symbol der Schönheit und ewigen Jugend. Das Abel diese Symbole auf die Gräfin bezog, entspricht sowohl zeitgenössischen Schilderungen der Gemahlin des Grafen Fries als zehnfacher Mutter und großer Schönheit, als auch prinzipiell den Gegenstandswillen der deutschen Klassik, der personal Verkörperung von Ideen. Das wohlhabende und kunstsinnige Paar Fries galt zeitgenössischen Künstlern als ideale Verbindung moralischer Werte, Schönheit und Einfluss. Beethoven widmete ihnen die 7. Symphonie, Maler wie J. F. A. Tischbein oder Gerard schuften Bildnisse. Während aber Tischbein (Bildnis der Gräfin Fries, Kunsthalle Hamburg) die Gestalt der Gräfin durch schwebenden Gang und gloriolenhafte rokokoartig gebauschte Stofffülle poetisiert und Gerard (Bildnis des Grafen und der Gräfin Fries mit ihrem Erstgeborenen, 1804, Wien Kunsthistorisches Museum) mit der Darstellung des Kindes auf den Typus einer Heiligen Familie anspielt, zeigt Abel einen neuen Aspekt. Der konkrete bürgerlich-familiäre Bezug, illustriert durch das Spiel der Kinder, charakterisiert einen Übergang, an dessen Endpunkt das biedermeierliche Genrebild eines Ludwig Richter etwa steht.
Sie finden das Objekt in der Dauerausstellung mit der Nummer 1: Dauerausstellung 19. Jahrhundert
