Beschreibung
Die Serie des Triumphzugs Kaiser Maximilians I. ist ein kollektives Kunstwerk, das von über 17 Künstlern geschaffen wurde. Diese Vielzahl an beteiligten Akteuren hat in der kunsthistorischen Sekundärliteratur wiederholt zu Schwierigkeiten bei der eindeutigen Zuschreibung einzelner Blätter geführt. In einigen Fällen wurde daher nur ein einziger Künstler namentlich genannt, obwohl mehrere an der Ausführung beteiligt waren.
Der Schaffensprozess dieser Serie erstreckte sich über mehrere Jahre und verlief in verschiedenen Phasen. Zunächst entwickelten Kaiser Maximilian I. selbst sowie sein Sekretär Marx Treitzsaurwein das konzeptuelle Gerüst des Projekts. Auf dieser Grundlage wurden Aufträge an verschiedene Werkstätten erteilt, in denen die Entwürfe der einzelnen Blätter angefertigt wurden. Erst danach gelangten die Vorzeichnungen an die Formschneider, die schließlich die Druckstöcke herstellten. Dieses mehrstufige Produktionsverfahren verdeutlicht die enge künstlerische Vernetzung, die im frühen 16. Jahrhundert den süddeutschen Raum prägte.
Die im Germanischen Nationalmuseum (GNM) erhaltene Serie umfasst etwa 40 Exemplare, die nach ihren jeweiligen Zuschreibungen geordnet sind. Bemerkenswert ist, dass die Drucke trotz der Entstehung der Druckstöcke zwischen ca. 1516 (Beginn des Projekts) und 1519 (Tod des Kaisers) größtenteils aus einer deutlich späteren Zeit stammen – nämlich aus dem Zeitraum zwischen 1777 und 1796.
(H5843, H5844, H5845, H5846, H5847, H5848, H5849, H5850, H5851, H5852, H5853, H5854, H5855, H5856, H5857, H5858, H5859, H5860, H5861, H5862, H5863, H5864, H5865, H5866, H5867, H5868, H5869, H5870, H5871, H5872, H5873, H5874, H5875, H5876, H5877, H5878, H5879, H5880, H5881, H5882)