Beschreibung
Kassentruhe aus Eisenblechen, die innen und außen über einen Holzkern gelegt und vernietet wurden. An der Außenseite verstärken über die Kanten und auf Höhe der drei Scharniere um Vorder, Unter- und Rückseite geführte Eisenbänder die Konstruktion. Auf der Vorderseite befindet sich ein an den Kanten mit Bändern verstärktes Schlossblech, das zum Stulp hin gekantet ist und die Oberkante der Truhe überfängt. Das Schlossblech ist trapezförmig und besitzt neben einem geschweiften Schlüsselfang einen mit einem Ring versehenen Riegel, der durch zwei Laschen geführt ist. Das Schloss ist in der Vorderwand des Kastens verbaut, von der Innenseite her wird es mit vier modernen Sechskantmuttern gehalten. Es sperrt vier Zuhaltungen, die in die an der Innenseite des Deckels befestigten stehenden Ösen greifen.
Der Deckel ist leicht überstehend und mit drei massiven Scharnieren an der Truhe befestigt. Die Oberfläche ist mit breiten regelmäßig aufgelegten und vernieteten Eisenblechstreifen verstärkt. Im Inneren des Kastens befindet sich rechts eine separat verschließbare Beilade, deren Schlüssle nicht erhalten ist.
Die Seiten Truhe sind mit buntem Blumen- und Rankenwerk bemalt, das jedoch augenscheinlich jünger und eher in das 17. Jahrhundert zu datieren ist.
Der Schlüssel für das Schloss an der Vorderseite ist erhalten.