Beschreibung
Konischer Becher mit gewölbten Standring, der mit Ranken und Störchen verziert ist. An der Wandung sind die hl. Veronika mit dem Schweißtuch Christi und, getrennt durch Blattwerk, der Erzengel Michael mit der Seelenwaage dargestellt. Unterhalb des Lippenrandes befindet sich eine eingeätzte Inschrift: " Am Walburgisabend merkseben, Der Liebe Gott hat gegeben, Ein liebes Kindt als Michaelein sein Taufnam hat bekommen fein/ Im Jaahr als sechszehnhundertsten Geschrieben und Viertzigsten, Nach unsers Erlößers Christi Geburt, Zu einem Gedaecht/nus hie Von Johann Vollandin bekand Frawen VERONIKA genand, Diß Becherlein verehret ist, Damit kennen Zu/aller frist Herr Vatter und Fraw Mutter sein, Ein kleines Trincklein schencken ein Hertz liebsten MI/chaelein, Gott wird Ewer belohner sein." Auf der Unterseite des Bechers steht der Nanme des Täuflings "MICHAL SAUBERTUS 1640"
Michael Saubert wurde am 1.5.1640 getauft als Sohn des Magisters Johannes Saubert, Prediger zu St. Sebald, vgl. Taufbuch Sebald, S. 408. Seine Mutter war Ursula, Pate war Michael Weber, Diaconus bei St. Sebald. Zur Schenkerin: 1626.11.01 heiratete der Apotheker Hans Volland Veronica Speiser, Tochter des Matthäus Speiser, vgl. Ehebuch Sebald, S. 168a. Getauft wurde sie 1600.10.19
als Tochter von Matthäus und Katharina Speisser, vgl. Taufbuch Sebald, S. 229. Sie wurde 1640.10.11 bestattet: "Die Erbar und Tugendreiche Frau Veronica, deß Erbarn und Fürnehmen Johann Volland, Apothekers eheliche Hausfrau, in der Bindergaßen". Veronica Volland hat laut Inschrift den Becher verschenkt anläßlich der Geburt von Michael Saubert, der an Walburgisabend, also am 30. April 1640, zur Welt kam.