Hallo welt!

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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Johannes der TäuferReliquienstatuette des hl. Johannes / ReliquiarKG1179Kunsthandwerk I (bis 1500)<results><lido:classification xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:conceptID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalClassificationId">8262</lido:conceptID><lido:conceptID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="AAT-DE">http://www.aat-deutsch.de/aat/detailseite/?id=300187549</lido:conceptID><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="de">Reliquiar</lido:term><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="en">reliquaries</lido:term><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="en">reliquary</lido:term><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="en">shrine (reliquary)</lido:term><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="en">shrines (reliquaries)</lido:term></lido:classification><lido:classification xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="2"><lido:conceptID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalClassificationId">5960</lido:conceptID><lido:conceptID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/uri" lido:source="AAT-DE">http://www.aat-deutsch.de/aat/detailseite/?id=300189808</lido:conceptID><lido:term lido:pref="preferred" xml:lang="de">Figur</lido:term></lido:classification></results>1um 1420, Sockel datiert 1495<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Breslau</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<XmlDescription><BuildingId>10</BuildingId><BuildingDescription>10 Refektorium</BuildingDescription><FloorId>1</FloorId><FloorDescription>EG</FloorDescription><RoomId>01</RoomId><RoomDescription>Sammlung</RoomDescription></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements>H. 35 cm, Br. 11,4 cm; T. 9 cm</lido:displayObjectMeasurements></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Silber, getrieben, gegossen, Bergkristall</lido:displayMaterialsTech></lido:eventMaterialsTech></results>Rechte Hand fehlt. Zum Zustand vor 1942 siehe Gündel 1942Der Heilige steht auf einem durch gravierte Striche aufgerauten Erdstück von unregelmäßiger Form. Er ist in einen weiten Mantel gehüllt, dessen rechte Seite offen ist und die Fellbekleidung sehen lässt, unter der das rechte Bein als Spielbein zum Vorschein kommt. Auf der linken, vom Gewand verdeckten Hand ruht das Buch, auf dem das gegossene Lamm mit rückwärts gewandtem Kopf steht. Die rechte Hand fehlt. Das von dichten Locken umgebene Haupt mit zweigeteiltem Vollbart blickt auf das Lamm. Hinter dem Kopf ein Heiligenschein mit radialen Strahlen, die von einem kreisförmigen Wulst eingeschlossen werden. Auf der Rückseite sind die senkrecht fallenden Gewandfalten nur oberflächlich angedeutet. -- Der Sockel, auf dem die Statuette steht, weist sich durch die eingravierte Jahreszahl 1495 an der Vorderseite des abgeschweiften Fußes als eine spätere Zutat aus. Er ist von achtkantiger Form. Über dem abgeschrägten Fuß befindet sich eine Zarge mit Rankenfries in durchbrochener Arbeit. Auf der Vorderseite der glatten Wandung ein kreisrundes, von einem Spiralring umgebenes und von einem Bergkristall verschlossenes Loch, durch das einst die Reliquien sichtbar gemacht wurden. An den schmalen Schrägen der Kantenflächen je ein Wappen: links das der Familie Banke (Vogel auf Bank), rechts das der Familie Neisse. Nach Luchs 1875 weist das Wappen Banke auf den unverheirateten Alexius Banke als Stifter, das Wappen Neisse wäre dann das der Familie seiner Mutter. Oberer Abschluss des Sockels ist ein Hohlkehlenprofil, darüber ein à jour gearbeiteter Lilienfries. Auf der Rückseite eine Türchen mit profiliertem Rahmen, das durch einen herausnehmbaren Stift verschließbar ist. -- Die Reliquien befanden 1875 offenbar noch im Sockel, unter ihnen wohl ein Stück des Schleiers der hl. Hedwig, das mit einer Notiz von 1424 versehen war.(Luchs 1875, S. 7, Anm. 5). Die Figur war in der Elisabethkirche zu Breslau, einer der Hauptkirchen der Stadt, aufbewahrt und wurde nach der Reformation in das Rathaus der Stadt verbracht.Suzanne Bäumler: Das Ingolstädter Münster Zur Schönen Unserer Lieben Frau. Erschienen anlässlich der Ausstellung " Mit aller Zier und Schönheit. Das Münster zu Ingolstadt - Stiftung von europäischem Glanz". Berlin/München 2009, S. 42.Klaus Pechstein, Viola Effmert: Schlesische Goldschmiedearbeiten im Germanischen Nationalmuseum. Nürnberg 1990, Nr. 1Stephan Waetzoldt (Hrsg.): Deutsche Kunst aus dem Osten: Erwerbungen der Bundesrepublik Deutschland. Würzburg 1989, Nr. 43 (Klaus Pechstein)Dietmar Lüdke: Die Statuetten der gotischen Goldschmiede. Studien zu den "autonomen" und vollrunden Bildwerken der Goldschmiedeplastik und den Statuettenreliquiaren in Europa zwischen 1230 und 1530. München 1983, Bd. I, S. 75, 78, 88, 137, Bd. 2, Nr. 71Christian Gündel: Die Goldschmiedekunst in Breslau. Berlin 1942, S. 35 u. Taf. 14.Ludwig Burgemeister, Günther Grundmann: Die Kunstdenkmäler der Stadt Breslau. II. Teil Die kirchlichen Denkmäler der Altstadt, Breslau 1933, S. 141Hermann Luchs: Über die kirchlichen Rathsalterthümer Breslaus. In: Schlesiens Vorzeit in Bild und Schrift, II. Band, 1875, S. 3-8, hier S. 7-8:
"10. und 11. Die Statuetten der heil. Hedwig und des Johannes des Täufers.
"Eine Statue Johannes des Täufers, von Silberblech, am Fuß desselben ein Kästchen (Postament), worinnen Reliquien, mit der Jahreszahl 1495 (am Fußrand); auf der linken Seite das Bankische, auf der rechten der von Neisser Wappen;" und "eine STatue der heil. Hedwig, von Silberblech, ohne Reliquien, auch am Fuß mit der Zahl 1495." Beide etwa 22 Cm. hoch, erheben sie sich ... über einem achteckigen Postament. Der Hedwigsfigur fehlt der linke Arm mit dem Attribut. - Wenn die Figuren auch zusammen gehören und in demselben Jahre hergestellt sind, so sind sie doch von verschiedenen Händen ausgegangen; Johannes ist weit edler, lebendiger, freier, auch sein Gewand anmuthiger und fließender behandelt als Hedwig." (Zitate nach "Schmeider, Elisabethkirche S. 102")
Ergänzend S. 1: "... legte der Vortragende die kirchlichen unter denjenigen im letzten Jahre dem Museum überwiesenen Alterthümern vor, welche vom hiesigen Magistrat in vertrauenserweckendster Weise zur Conservierung übergeben worden sind und , weil bisher im Rathsarchiv aufbewahrt, unter dem traditionellen Namen der Breslauer Rathsalterthümer in den Katalogen fortgeführt werden sollen." Im Fortgang werden sie als "aus dem Rathhaus stammenden kirchlichen Alterthümer" beschrieben.

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