Beschreibung
Glatter Boden. Hohes, sich leicht weitendes Gefäß mit Schwerpunkt unterhalb der Schulter. Niedriger Hals. Der Rand verstärkt, dreifach gerillt. Am Rand ein tauförmig gedrehter Henkel angesetzt und in Schulterhöhe angarniert. Der Henkel grün glasiert. Die Wandung ist durch weiße feine Tonbänder in drei horizontale Zonen geteilt. In der untersten Zone über dem Fuß unter Rundbogenfriesen einzelne Gaukler plastisch eingefügt; in der Zone darüber ebenfalls unter Rundbogenfriesen plastische Halbporträts. Die oberste Zone ist ähnlich der mittleren.
Die plastische Kunstanstalt Christian Wilhelm Fleischmann begann 1872 mit der Nachahmung spätmittelalterlicher bzw. renaissancezeitlicher Keramiken. Im Fokus lagen dabei die Keramiken der berühmten Werkstatt Preuning in Nürnberg. Insbesondere Paulus Preuning (1526-1573/98) werden die bunten, mit vielen plastischen Auflagen versehenen Krüge zugeschrieben, die nach 1550 in Nürnberg entstanden sind.
Das Preuning-Original zu unserem Krug befindet sich im Kunstgewerbemuseum Köln, Inv. E 202.