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Objekt / Inventarnr.: Ke404

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Trinkgefäß in Form einer Eule (Figürliches Trinkgefäß)

Inventarnummer: Ke404
Datierung: 1550/1560
Ort: Südtirol;
Material/Technik: Fayence, blaue Unterglasurbemalung, usrprünglich wohl teilweise farbig gefasst
Maße: H. 25 cm
Sammlung: Handwerksgeschichte
Kunsthandwerk bis 1800
Beschreibung:
Eiförmiger Körper auf rundem Fuß. Der topfhelmartig aufgesetzte Kopf der Eule ist abnehmbar, dient damit zugleich als Deckel wie als Trinkschale. Ohren, Augen- und Schnabelpartie, Flügelkanten und Füße sind schwachplastisch aus dem sonst glatten Körper herausgearbeitet. Auf der Vorderseite ein plastischer, aufgelegter (jetzt leerer) Wappenschild, bekrönt von einer Kaiserkrone und gehalten von zwei flankierend als modelgeformte Reliefs aufgelegten Figuren: heraldisch rechts eine Dame, heraldisch links ein Herr. Die Auflagen sind unglasiert, nach älterer Literatur war zumindest der Schild farbig gefasst. Gefieder und andere Binnenzeichnung sind in Unterglasurblau dem Gefäßkörper aufgemalt, die Kopfoberseite schmückt das ebenfalls in Blau angelegte Profilbildnis eines schnauzbärtigen Türken in einem durch eine Doppellinie markierten Medaillon.
Literatur:
Katalog der Special-Ausstellung von Krügen und krugartigen Gefässen im Oesterreichischen Museum im Wien : K. k. Oesterreichisches Museum für Kunst und Industrie. Eröffnet am 4. Mai 1881. Wien 1881 — Walter Stengel: Deutsche Keramik im Germanischen Museum. In: Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmuseum 1908, S. 22-43 und S. 62- 82. Zum Thema Eulen äußert sich Stengel, der in dem Nürnberger Glasmaler Hirschvogel einen bedeutenden Protagonisten der frühen deutschen Fayence sah und ihn auch mit den Eulengefäßen in Verbindung brachte, auf den Seiten 27-29 — Walter Stengel: Studien zur Geschichte der deutschen Renaissance-Fayencen. In: Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmuseum 1911, S. 91-165, speziell S. 95-97 — Otto von Falke: Die Fayenceeule des Schlossmuseums. In: Berliner Museen 46, 1925, S. 29-35 — Otto von Falke: Fayence-Eulen. In: Jahrbuch des Schlesischen Museums für Kunstgewerbe und Altertümer N.F. 9, 1928, S. 97-105 — W.B. Honey: Augustin Hirschvogel and the Tyrolese Owl-Jugs. In: Burlington Magazine 68, 1936, S. 111-120 — Prunkstücke deutscher Weinkultur. Ausst. Kat. Würzburg 1957, S. 17, Nr. 8.7. — Werner Endres. Zu einigen vogelartigen Keramikformen. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 121, 1981, S. 475-487
 
 
3.3.130726