Beschreibung
Behälter für Pfeffer und Salz als Plastik gearbeitet. Weißlicher Scherben mit glänzender, durchsichtiger Glasur. Das Fässchen besteht aus bunt bemalten Frankenthaler Porzellan, in Form eines ovalen Fels- und Grasssockel und darauf in Längsrichtung zwei Körbe mit Henkel. Zwischen den Körben sitzt eine Dame auf einem sockelähnlichen Podest mit ausgearbeiteter Fußplatte. Die Dame hat ihren linken Arm vor dem Oberkörper und auf ihrer Hand sitzt ein Täubchen. Sie trägt ein dekolletiertes, rot gefasstes Kleid mit halblangen Ärmeln und Rüschen an den Kanten. Auf dem Kopf trägt sie einen flachen, breitrandigen rosa Hut mit hellblauem Hutband. Die Krempe ist über dem Gesicht nach oben geschlagen.
Das Gefäß ist zu vergleichen mit einem ganz ähnlichen Objekt (vgl. Inv.Nr. Ke654/ HG3965). Beide Behälter stammen aufgrund der Marke aus der Manufaktur Höchst in Hessen. Die 1746 als Porzellanfabrik gegründete Manufaktur stellte anfänglich bis etwa 1758 jedoch nur Fayencen her. Erst nachdem ab 1750 Benckgraff eingestellt worden war, konnte mit der Herstellung von Porzellan begonnen werden. Den größten Erfolg erzielte die Höchster Manufaktur durch ihre Figurenplastik. Vorliegendes Exemplar dürft unter dem Modelleur Laurentius Russinger entstanden sein.
