Beschreibung
Detaillierte Darstellung des kgl. sächsischen Bergrats Abraham Gottlob Werner (1750-1817) in Interimsuniform (Freiberger Bergmannshabit?) mit Epauletten aus aufwändig bordürengerahmten dreieckigen Medaillen, die durch Schlägel und Bergeisen als Insignien des Bergbaus gekennzeichnet sind. Der Stehkragen der Uniform reicht an den Seiten bis knapp über die Ohrläppchen. Um den Hals trägt der Porträtierte eine gerüschte Krawatte. Die Weste auf zwei Knopfleisten mit je drei runden Knöpfen an der Uniform befestigt. Zudem auf der linken Brusthälfte des Westenstücks mit dem sächsischen Zivilverdienstorden Komtur 1. Klasse geschmückt (Spitze des unteren Schenkels abgebrochen). Das Ordensband am mittleren Knopf befestigt, wobei der Ordensstern z. T. den unteren Knopf überlappt. Die Haare sind eng nach hinten gekämmt und zu einem schlichten Zopf gebunden, wobei dieser unterhalb der Haarschleife direkt auf Rückenhöhe flach abgeschnitten ist. Oberhalb der Ohren auffällige horizontale Lockenrollen. Die gerundete Brustpartie überkragt eine leicht konvexe, unregelmäßig sechseckige Plinthe mit dem eingeprägten Namenszug "WERNER". Die Rückseite des Kopfes detailreich ausgearbeitet (differenzierte Haarstränen, horizontale Lockenrollen oberhalb der Ohren, Haarband und Zopf), während die Rückenpartie selbst flach abgeschnitten ist. Die Plinthe steht hier und an den Seiten ein wenig über. Rückseite gestempelt 35. (über) 84., ohne Marke.
Die Büste den GNM unterscheidet sich von den bekannten Vergleichsstücken der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD Inv.-Nr. PE 473) und der Sammlung Wilanów Warschau (Inv.-Nr. Wil. 757) sowohl in ihrern Maßen als auch in Details: Während das gesamte Objekt aus Figur und Plinthe höher als die anderen bekannten Porzellane ist, ist die eigentliche Büste verkürzt, so dass nur drei Knöpfe pro Knopfleiste zu sehen sind.