Beschreibung
Gefäßkörper ist außen über dem Stand bis in etwas ein Drittel der Gesamthöhe und am Rand dunkelbraun und im Übrigen rostbraun, sowie innen in hellgelb engobiert und bleiglasiert. Der Boden ist zur Mitte hin leicht aufgewölbt und geht in einem gerundeten Übergang in den niedrigen, wulstartigen Stand außen über. Der nahezu zylindrischen Gefäßkörper ist nur über dem Stand und zum eingeschnürten Hals hin leicht gebogen. Der Rand steigt schräg nach außen an, knickt um und wird dann senkrecht nach oben fortgesetzt bis zu einer kleinen Wulstkante. Innen am Rand ist eine Deckelauflage geformt, sowie ein Ausguss. Gegenüber dem Ausguss vom Rand ist ein breiter, zweifach gekehlter Bandhenkel abgeformt und in halber Gefäßhöhe, in einer Spitze endigend, angarniert. Die hellgelbe Engobe zeigt innen leichtes Craquelé. Auf der Schauseite ist der Topf mit gekerbten, bunt bemalten Reliefauflagen belegt: Ein hellgelber Vogel mit dunkelbraunen Flügeln und rostbraunen Krallen sitzt im Profil auf einem grünen Zweig voller Blätter und einer traubenförmigen Blüte. Der Henkeltopf dürfte aus Hessen stammen, genauer gesagt aus dem Umkreis Marburg, wo diese gestalteten Gefäße als aufgelegte Ware bezeichnet wurden. Sie wurden auch in anderen hessischen Landesteilen hergestellt. Der Gefäßkörper ist jeweils zweifarbig engobiert und mit farbigen, gekerbten Reliefauflagen belegt.
