Beschreibung
"Gegenüber den Trinkgeschirren mit Emailmalerei tritt in der Masse der volkstümlichen Glasererzeugnisse die Anwendung des Mattschliffs zurück. Die Produktionszentren in der Schweiz bildete sich seit dem 17. Jahrhundert unter dem Einfluss der vom Schwarzwald zugewanderten Handwerker. Sie lagen in der deutschen Schweiz, im Jura und im Tessin. In manchen der Einöden, in denen Glasmacher sich niederließen, waren viele Personen beschäftigt, so in Flühli, Kanton Luzern, 40-50. Die Gewerbetreibenden betätigten sich auch in der Emailmalerei, im Glasschnitt und -schliff, wobei die Motive vielfach die gleichen und allgemein üblichen sind. Wie bei den farbig behandelten Gläsern erscheint auch das in modischem Zeitkostüm gekleidete Paar, das einander gemäß gängigem Brauch über das Trinken auf die Ehe oder die Widmung eines Zweiges Zuneigung bekundet. Im Unterschied zu Gläsern mit Emailmalerei sind Gläser mit Mattschliff als individuelle Bestellung manchmal mit Inhabermonogrammen versehen." (Text, Deneke 1979)
