Beschreibung
Gelblicher Scherben, außen unglasiert, innen weiße, leicht grün schimmernde Zinnglasur mit Craquelé. Die Bemalung ist in Manganviolett und Türkisgrün. Der nicht plane Boden des Tellers führt in einem gerundeten Übergng in die steile, mäßig hohe Wandung. An die nahezu waagrechte Fahne führt ein gekehlter Übergang, die in einem halbrunden, nach außen umgeknickten und angarnierten Rand endet.
Innen: die Spiegelfläche ist in der Mitte aufgewölbt und ein fließender Übergang führt in das verhältnismäßig hohe, mäßig steile Steigbord. Es folgt ein Knick zur nahezu waagrechten Fahne. Der Rand ist zunächst wenig nach oben gezogen und dann nach außen umgeknickt.
Bemalung: Auf der zinnglasierten Innenseite erstreckt sich über Spiegel und Steigbord ein großer Blumenzweig mit jeweils drei Blüten, eine davon in der Mitte, die beiden anderen jeweils seitlich angeordnet. Die Blüten haben tulpenähnliche Form. Außerdem kleine Blätter, Ranken und Blütenstiele, sowie Binnen. und Umrisszeichnung der Blüten in Manganviolett zieren den Teller. Dazu ist eine Jahreszahl aufgeschreben. Die Fahne ist durch insgesamt bier längsangeordneten kleinen Blütenstielen mit kleinen , länglichen Blättern und einer kleinen Knospe dekoriert.
Eine bisher nicht genauer zu bestimmende Töpferwerkstatt stellte in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts bis in die 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts wahrscheinlich in Zittau (Sachsen) Fayencen mit einer leicht grün schimmernden, weißen Zinnglasur und ausschließlich türkisgrüner, anfangs auch blauer Bemalung her. Die Umrise wurden in Manganviolett gezeichnet. Bei manchen Exemplaren tritt acuh gelb als Verzierung auf. Die Motive sind meist floraler Art, selten Tiermotive. Die Form des Tellers ist wahrscheinlich von Zinngeschirr (breite Fahne) beeinflusst.
