Beschreibung
Kleine Zinnkumpe mit zwei horizontalen, flachen, durchbrochenen und herzförmigen Henkeln. Die Schale besitzt eine niedrige, steil schräge Wandung. Der Rand ist ca. 0,5 cm breit verstärkt. Gegenständig sind zwei im Umriss dreieckige, in Durchbrucharbeit gegossene Handhaben befestigt.
Die unter der Bezeichnung "Branntweinschale" gebräuchliche Form eines Trinkgeräts mit seitlichen, meist ornamental durchbrochenen Handhaben, stellt ein charakteristisches norddeutsches Gefäß dar, welches man für mit Branntwein getränkten Honigkuchen und Rosinen, vor allem in Niedersachsen, benutzte. Die meisten erhaltenen, aus Zinn gefertigten Branntweinschalen stammen aus dem 18. Jahrhundert.