Beschreibung
Löffelhalter mit rötlichem Scherben; bleiglasiert und hellgelb sowie grün bemalt.
Auf einer hochrechteckigen Platte mit halbrund angeschnittenen oberen Ecken, sowie gebogenen Schmalseiten befinden sich im oberen und unteren Drittel stegähnliche, vorspringende Tonplatten mit jeweils sechs Löchern zum Einstecken der Löffelstiele. Die vorderen Abschlusskanten sind gleichmäßig mit dem Finger eingedrückt. In der Mittelachse ist außerdem über dem oberen Vorsprung und unterhalb des unteren Vorsprungs ein Loch eingestochen, um den Löffelhalter an die Wand hängen zu können. Die Platte ist nicht vollkommen plan, sondern leicht gewölbt.
Die farbige Bemalung ist nur noch in Spuren vorhanden. Zwischen die beiden Vorsprünge ist in Hellgelb das eucharistische Monogramm IHS und darüber die Jahreszahl aufgeschrieben. Ränder und Kanten sind mit hellgelben Verzierungen akzentuiert. Die in der Mittelachse eingestochenen Löcher sind blütenähnlich in Grün umrandet.
Das Besteckbehältnis dürfte vom Niederrhein stammen. Im Allgemeinen erhielten die Holzgeräte immer den Vorzug vor irdenen Geräten, auch wenn man sich in der Formgebung direkt an die hölzernen Exemplare anlehnte. Ungewöhnlich am vorliegeden Stück ist, dass selbst auf so gering bemessener zu bemalender Fläche der christliche Themenaspekt der niederrheinischen Erzeugnisse nicht fehlt.
