Beschreibung
Galvanoplastische Reproduktion eines Nürnberger Deckelpokals aus dem ersten Drittel des 16. Jahrhunderts in der Rüstkammer des Kreml in Moskau; auf einem siebenpassigen Fuß mit mehrfach profiliertem Rand sind sieben halbrunde Buckel hochgetrieben, in deren dem Schaft zugewadten Zwickelfeldern sich sieben kleinere Buckel befinden; aus diesen kleineren Buckeln entwickeln sich sieben lange Röhren, die mit einer leichten Linksdrehung den schlanken Schaft des Pokals bilden; den Übergang zwischen Schaft und Kuppa bilden durchbrochene, herabhängende Blütenornamente, die durch einen schmalen Ring verbunden sind; die Kuppa besteht aus mehreren Reihen von Buckeln, die untere Reihe kleinerer Buckel ist durch eine Kehle mit spiralig nach links gedrehten Rillen von den oberen beiden Buckelreihen, die aus einer Reihe kleinerer und einer Reihe größerer Buckel bestehen, abgesetzt; den Übergang zum gravierten, von zwei kordelähnlichen Bändern eingefassten Mündungsring bildet eine durchbrochen gearbeitete Ranke mit Blütenbesatz; der Deckel ist ebenfalls in zwei Reihen gebuckelt, die Zwickelfelder sind graviert; der hohe Deckelknauf ist mit einer durchbrochen gearbeiteten Halbkugel, einer Ringscheibe mit Perlrand und einem Baluster geschmückt.