Beschreibung
Langrechteckiger Wandbehang mit langen Fransen an einer Schmalseite, an der anderen Schmalseite Aufhängung; im Fond eine Blumenvase mit Blumen, darüber eine an einer Kette aufgehängte Lampe, alles eingefasst von einem Rankenornament; das Mittelfeld gerahmt von sich kreuzenden Streifen mit Sternen in den Zwischenräumen; der Grund des Behangs ist aus roter Seide, das Muster vorherrschend in gelb mit grünen Bordüren.
Die breiten undekorierten Bordüren oben und unten deuten daraufhin, dass man auf Wunsch auch persönliche Widmungen noch einfügen konnte.
Solche Vorhänge wurden in gewisser Weise auf Vorrat angefertigt.
Nach Angaben von Bernhard Purin (Jüd. Museum München) handelt es sich nicht um einen Tor-Vorhang. Es haben zum Beispiel auch osmanische Gebetsteppiche Abbildungen von Ampeln. Sie wurden auch gelegentlich in Tora-Vorhänge umgewidmet, können aber nur als solche identifiziert werden, wenn sie zusätzliche Merkmale wie etwa hebräische Inschriften tragen, was hier nicht der Fall ist.