Beschreibung
Eine mehrreihige Kette mit einer rechteckigen Schließe; die Ketten bestehend aus kleinen Bandösen; an den Längsseiten der hochrechteckigen Schließe sind Reihen von Ösen befestigt, in die die Ketten eingehängt sind; die Schließe besetzt mit Filigran und drei senkrecht übereinander angeordneten Perlen, die zentrale Perle mit konzentrischen Kreisen aus Filigran akzentuiert.
Die sogenannte Kropfkette wurde ab dem Ende des 18. Jahrhunderts bei den bürgerlichen Frauen sehr populär. Sie entwickelte sich aus den mehrreihigen, schlichten Ketten zur Bedeckung des Halses und des Dekolletés, die mit steigender Zahl der Kettenreihen mit einem kleinen Steg zum Sortieren der Ketten ausgestattet wurden. Diese kleine Schließe nahm in der folgenden Zeit stetig an Größe zu und wanderte von der Rückseite des Halses bis unter das Kinn. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts ist eine deutliche Tendenz zur quadratischen Schließe mit konkav geschwungenen Seitenteilen und einem Dekor aus Silberfiligran zu beobachten. Anzahl der Ketten und Verzierung der Schließe waren dabei stets ein Indiz für sozialen Status und Reichtum der Trägerin.